Mit obigen Analysen vergleiche man die der Milch.
Ein Liter (1000 Gramm) Milch enthält an anorganischenStoffen: Kali . . . 0,78 Gramm
Natron. . . 0,23 „
Kalk . . . 0,33Magnesia . . 0,06 „
Eisen . . . 0,004 „
Phosphorsänre 0,47 „
Chlor . . . 0,44
(Viäs Bnnges Lehrbuch, Seite 97.)
Die Milch enthält außerdem Spnren von Fluor und Silicea.
Ein Liter Milch ist das tägliche Kostmas; eines Sttugliugs,der ungefähr 6 Kilogramm schwer ist.
Wenn L Centigramm Magnesia genügen, das tägliche Mag-nesia-Bedürfnis eines Säuglings zu decken, wie klein darf danndie Magnesia-Gabe sein, mittels welcher man eine Neuralgiekurieren will, die durch eiu verschwindend kleines Deficit an ge-nanntein Salze in einen? winzigen Teile des Nervengewebesbedingt ist?
Der Gehalt einer Zelle an Mineralstoffen ist verschwindendklein. Durch Wägung, Messung uud Berechnung hat der PhysiologeC. Schmidt ermittelt, daß eine Blutzelle etwa den billiouteu Teileines Grainmes Chlorkalium enthält. Der billionte Teil einesGrammes entspricht der 12. Deeimalverdünnungsstuse.
Auch allopathische Mittel sind in kleinen Gaben wirksam.
Professor vr. Hngo Schulz in Greisswalde sagt: „Der Subli-mat bedingt in einer Verdünnung von 1 : 600,000 bis 800,000eine ganz gewaltige, weit über die Norm hinausgehende Gärungin eiuer mit Hefe versehenen Tranbenznckerlösnng."
Weiteres hierüber findet man in der Berliner klinischenWochenschrift voin 4. November 1889.
Bei der Bestimmung der Dosis eines biochemischen Heilmittelsdarf das Quantum eiues Krankheitsproduktes nicht als maßgebendbetrachtet werden, denn es kann z. B. ein winziges Manco anKochsalz in den Zellen der Epithelschicht eines serösen Sackes einemassenhafte, seröse Exsudation zur Folge habeu, uud ein demwinzigen Manco entsprechender Ersatz an Kochsalzmolekülen kauudie Resorption des Ergusses bewirken.
Auf Gruud der oben angegebenen quantitativen Verhältnisseder Zellensalze möge jeder Arzt, der biochemische Mittel auweudenWill, nach seinem Ermessen die Dosis wählen.