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2 (1896) Die Choristopetalen. 1
Entstehung
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71
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Conium maculatum Linn.

Tafel 72.

Stengel aufrecht, steif, verzweigt, kahl, gestreift und roth gefleckt; untere Blätter gross, eiförmig imUmfang, dreifach gefiedert, Fiederchen fiedertheilig, oblong oder eiförmig; Dolden zwölf- bis zwanzig-strahlig, kahl; Hülle aus zurückgebogenen, lanzettlichen, zugespitzten Blättern gebildet: Hüllchen aus25 Blättchen bestehend, die einseitig verwachsen sind.

Conium, maculatum Linn. Spec. pl. ed. I. 243; Scop. Fl. Carniol. II. n. 240; Jacq. Austr. II. t. 156 ;Huds. Fl. Angl. 115; Allione, Fl. Pedem. II. 15; G. F. Hoffm. Umbellif. 2. I. 101. t. 1, fig. 3, p. 210.t. 1. B. fig. 13, t. 3. fig. 2; Plenck, Off. Pfi. t. 483; Sm. Br. Fl. t. 302; Engl. Bot. XVII. t. 1191;Svensk bot. IV. t. 226; Fl. Dan. XIII. t. 2168; Schk. Handb. t. 62; Hoffm. Deutschi. Fl. I. t. 95;Bigel. Med. pl. I. t. 11. Mert. u. Koch, Deutschi. Fl. II. 464; Hayne, Arzneigew. I. t. 31; Nees, Düsseid.Abb. t. 282; Guimp. und Schlecht. Pfi. Pharm. I. 22. t. 12; DC. Prodr. IV. 242; Brandt und Ratzeb.Giftgew. t. 25; Baxter, Br. bot. IV. t. 303; Ledeb. Fl. Boss. II. 359; Godr. et Gren. Fl. Fr. I. 750;Willk. et Lange, Prodr. Fl. Hisp. III. 67; Boiss. Fl. orient. II. 922; Berg und Schmidt, Darstell, undBeschreib, t. XXIV e ; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 118; Köhler, Medizinalpfi. t. 154; Flück. and Hanb.Pharmacogr. 266; Flück. Pharmacogn. 697; Baill. Hist. pl. VII. 134. fig. 145148, Bot. med. II. 1058;Battand, et Trab. Fl. dAlg. II. 359.

Conium croaticum Waldst. et Kit. in Willd. Enum. 305.

Cicuta major Bergen, Fl. Francof. 182; Lam. Encycl. II. 3; DC. Fl. Fr. IV. 324.

Cicuta maculata Lam. Fl. Fr. III. 104.

Coriandrum maculatum Both, Fl. Germ. I. 130. II. (1.) 348.

Coriandrum Cicuta Crantz, Stirp. austr. 24.

Schierling, Gefleckter Schierling, Tollkerbel, Wütherich; französisch: Grande eigne; englisch: Hemlock.

Die zweijährige Pfahlwurzel ist spindelförmig, meist einfach, mit wenigen sehr dünnen Asten ver-sehen und aussen, wie innen weisslich.

Der im zweiten Jahre aus einer grossen Blattrosette sich erhebende Stengel erreicht eine Höhe vonmehr als 2 m, er ist straif aufrecht, gefurcht, gewöhnlich blau bereift und roth gefleckt und wie dieganze übrige Pflanze kahl; er ist, mit Ausnahme der nur sehr wenig angeschwollenen Gelenke, röhren-förmig und stark verästelt.

Die Blätter sind im ersten Jahre zu einer Rosette gedrängt; diese sind langgestielt, der kräftige imQuerschnitte fast vierseitige Stiel ist nach unten hin oberseits abgeflacht und geht in eine breite Scheideaus; der Umfang dieser grundständigen Blätter ist eiförmig, sie sind dreifach gefiedert; die Seitenfiedernersten und zweiten Grades sind deutlich, die des dritten Grades kürzer gestielt. Die letzterwähntenBlattgliederungen sind von eiförmiger Gestalt, sitzend und tief fiederspaltig, nach der Spitze hin aberwerden sie gesägt; die Abschnitte geben endlich in eine feine, kurze Stachelspitze aus. Die Blätter sindschlafl", oberseits dunkelgrün, wenig glänzend oder ganz matt, unterseits etwas heller, sie sind völlig kahl;ihre Länge kann 4050 cm, die Breite 3035 cm erreichen. Die untersten Stengelblätter haben dieselbeGestalt und Bildung, nach oben hin werden sie nicht bloss kleiner, sondern auch einfacher (meist sind siedann nur einfach gefiedert) und der Stiel verschwindet; während sie sich am unteren Theile des Stengels inspiraliger Anreihung folgen, stehen sie an den Seitenzweigen in einem Paare gewöhnlich einander gegenüber.

Die Blüthenstände beschliessen die Hauptaxe und die Seitenzweige; bei den letzteren erscheinenhäufig aus den zwei Primärblättern neue Zweige, wodurch das Sprosssystem ein dichasiales Aussehenerhält; beschliesst endlich ein Blüthenstand diese Axe und entwickelt sich unter ihm nur aus einem Blatteein Seitenstrahl, der wieder ein Blatt erzeugt und dann in einen Blüthenstand ausläuft; so wirft derletztere jenen ersten Blüthenstand bei Seite. Dieser wird blattgegenständig und beginnt ein monochasialesVerzweigungssystem, das bis zu vier Gliedern verfolgt werden kann; wenn der Fortsetzungszweig zumletzten Deckblatte immer nach derselben Seite fällt, so hat das Monochasium Schraubeltypus. Die Doldeist doppelt, zwölf- bis zwanzigstrahlig, wenig gewölbt; die Döldchen besitzen ebenso viele mässig lang