Berge bis in die Nähe der Schneegrenze; auch das nördliche und südliche gemässigte Amerika, sowieSüd-Afrika und Australien besitzen eine ziemliche Anzahl von Arten; innerhalb der Wendekreise bewohnensie in minder zahlreichen Formen die Bergregionen. Viele Arten werden seit den ältesten Zeiten cultivirtund sind Uber die ganze Erde verbreitet.
Die offizinellen Umbelliferen gehören in folgende Tribus. Sie werden sämmtlich untergebracht inder Reihe Haplozygae Benth. et Hook.: Dolden zusammengesetzt. Theilfrüchte mit Olstriemen unter denThälchen. Früchte nur mit Hauptrippen, Nebenrippen fehlen.
I. TRIBUS Ammineae Koch. Theilfrüchte von der Seite her zusammengedrückt, flügellos, mit schmalerBerührungsfläche.
1. Conium maculatum Linn.
2. Carum Carvi Linn.
3. Ptychotis Ajowan DC.
4. Pimpinella Anisum Linn.
5. Pimpinella Saxifraga Linn.
II. TRIBUS Seselineae Koch. Theilfrüchte halb cylindrisch oder vom Rücken her zusammengedrücktmit breiter Berührungsfläche.
6. Foeniculum capillaceum Gil.
7. Levisticum officinale Koch.
8. Oenanthe Phellandrium Lam.
9. Archangelica officinalis Hffm.
III. TRIBUS Peucedaneae Reichb. Theilfrüchte vom Rücken her stark zusammengedrückt; Seiten-rippen geflügelt.
10. Ferula rubricaidis Boiss.
11. Ferula Scorodosma Benth. et Hook.
12. Dorema Ammotiiacum Don.
CONIUM Linn.
Blüthen fast völlig aktinomorph, nur die randlichen eines Döldchens in den Blumenblättern ein wenigzygomorph, vielehig, meist vollständig. Fruchtknoten unterständig, zweifächrig, mit deutlich vorspringendenRippen. Kelch wulstig, sehr undeutlich. Blumenblätter umgekehrt eiförmig oder keilförmig, nicht immermit eingebogener Spitze. Griffelpolster niedergedrückt, getheilt. Frucht von der Seite her zusammen-gedrückt, eiförmig, an der Berührungsfläche eingezogen. Theilfrucht fünfkantig, die Hauptrippen vor-springend, stumpf, knotig gekerbt oder glatt; Olstriemen sehr viele, dünn, zu einer zusammenhängendenSchicht geordnet. Fruchtträger ungespalten. Samen an der Bauchseite tief gefurcht. — Zweijährige,hohe, kahle Kräuter mit doppelt bis dreifach gefiederten Blättern, deren Fiederchen gezähnt und fieder-theilig sind. Dolden zusammengesetzt, sehr vielstrahlig; Hülle und Hüllchen aus mehreren kleinen Blätt-chen zusammengesetzt. Blüthen weiss.
Angeblich 2 Arten, von denen die eine Uber die nördliche Hemisphäre der alten Welt weit verbreitetund heute bereits nach Amerika übergeführt ist, die andere in Süd-Afrika und Abyssinien wächst; beidesind aber wahrscheinlich nicht specifisch zu trennen.