)28 ^3P. V. DonWasscr-Waagen. I'ab. Vllk.
" daßdieWaasser-Waage horizontal stehet. 0 ? ist eine bewegliche Handhabe von Kupsscr,-welche" an die beyden miltelsten Bänder mit ihren Extremitäten angemackt ist. Sie dienet/ dasJnstrument, ohne" eszuverkchren,fvrtzuschaffen,und an den Hacken ? anMängen. ? tft der Hacken/welcher dienet'die" Wasser-Waage daran anzuhängen/ wenn man dieselbe gebrauchen wil. M«»n kan ihn mit der Extremität" l^ in eine Wand einschlagen, oder mit der andern Extremität 8 in einem Baum oder.andern in die Erde" geschlagenen Stücke Holtz befestigen. >.
" ? stellet das Futteral vor, darein man die Waage schliesst, wenn mansieaufderReisemitsich" führet/damit sie sich nicht umkehren kan. DenndieTheile V X in welche die Extremitäten der Waage" komnren> bleiben allezeit unten, man mag das Futteral hemm drehen wie man wil. "
" Es warenicht undienlich/wenn man die Mstgen derWcisser-Waage lieber länglicht, gegen V^ als vollkommen rund machte. „
" Diese Wasser-Waage wird eben so wie die andern rectificirt/und solchesdesto leichter zu bewerckstel-" ligen, ist nöthig, daß die subtilen Zeichen ^ beweglich seyn, und daß man sie befestigen könne, wo mau" will. Zu dem Ende kan mau ein schwartzes Haar darzu brauchen, und solches um die Fisteln herum bin-" den, welches mit ein wenig weichen Wachs, wo es nöthig ist/ kan befestiget werden. „
" Die Würckungdieser Waage ist, daß der Liquor in IV! und sehr mercklichsteigetoder fället/wennman sie nur ein wenig neiget; denn wenn diePuncte Kl und der Punct der Suspension ? in einer« geraden und so viel als möglich, mit der Achse des Fern-Glases parallelen Linien sind/so kan ^ nichtum" einen Puncr unter ? kommen, daß nicht derL?quorbey ^ fast auf^Puncre steigen, und hingegen der^ Liquorbey eben so weit gegen I) L herunterfallen folte.
" Die Url'ach ist: weil das Qvecksilber welches beynahe >4 mahl sch wehrer als das Wasser ist,dasWaft" serl4mahlhöhertreibenkan,alsesh?luntersteiget; dieses zum Vorausgesetzet so siehet man deutlich," daß/woferne d>l unter ? UlneiiienPunctincliniretwürde, und der Licfuor in ^ nicht herunter siel, so" würde um zwep Puncte höher als ^ stehen, und die Ober Flache des Aoecksilbets in O L würde" umeben sovielh6her«rehenalödieOber-FKlchedesLZoecksilber5in k' folgende muß das Boecksiiber,^ umdasgletcheGewtchtunddieHonzonral Linicznerhaiten/indemKästgeu O L um euren Punct sals" len /Und in dem Kästaen ? Q um einen Punct steigen ;alleine man kan noch deutlicher sehen, daß die obe-" reFlächedesBvecksilbersimKästgeu Q L richtkar.umen'.enPurctfaIleu,ohnedaßzualeichderLiquor" in beynahe »4mahl so tiefffaUen solle, weil die Weite des K astgeno O L beynahe 14 mahl g'össei ist,"als die Weite der Röhrgen (fisteln,) und aus eben dieser Ursache kan die obere Fläche des cksilbers in« ? mchtumelnenPunctsteigen.ohnedaßderLiquorin ohngefehr >4mahl höher steigen solte in-" dem im übrigen das ^oecksilber,wie ich bereits erwehuet,Krafft genug hat/durch seine natürticheSchweh-" reden Liquorem so hoch m treten. „
" Jamankanmachen,daßdieBeweaungdesLiquorisin und ^ so mercklichwird/alsmanim-^ mer verlangt,in inänirum, dergestalt, daß man die Wasser-Waage weder erhöhen noch erniedrigen kan, 10" wenig es auch sey, daß man die Bewegung des Liquoris nicht sehr mercklich observiren solte,und dieses kau" manleichtezuwegebringen,wenn man dleNöhren (Fisteln,) an statt sie perpeudicuiar zu machen , gegen" den Horizont aufgleiche Weise incliniret,zudem, wenn man bedencket, daß oer Liguor in N unmöglich^ fallen kan, ohne daß zugleich der Liguor in in die Höhe steigen solte, und daß umgekehrt dieser nicht fal-" len kan, ohne den andern in die Höhe zu treiben, so wird man leicht erkennen, daß bey dieser Wasser-Waa-" ge eine schrgrosseAccuratesse vonnöthen sey; denn so wenig auch derLiquor unter den einemZeichen stehet/^ so muß er nothwendig über dem andern stehen. „
Well das vornehmste Stück das Glaß ist/ und aufdem Original-Riß zu kl nn fället/ habe dreyerley Ar-then etwas arösser vorgestellet; denn weil ein solches Glas nicht allemahl zu haben, so habe hier eine andereArthunrer/?sstt^///.vorgestellet; ^ bis c ^ istmitMercuriogefüller, das übrigebls e'/ist Wasser;also auchist nur eine halbe Kugel mit dem Röhrgen F, darzwischen aber eine andere kommen kan;dergleichen auch mit k<doch ist /^. die beqvemste, wei! sonst der Liguor und Schwehre allzu hochkommet, und nicht leichte perpendicularzu erhalten ist; das gröste/so daran desiderire ist, daß der Inventorsolche nur oben an einem Draht anhängen will; alleine ich halte davor/ daß es unmöglich ist, aufsolche Weisedie Waage in geruhiaen Stand zu bringen, und dahcro mitStelbSchrauben wird geschehen müssen ;daß derInventorwill, die Spitzen ^ 5 und // sollen vonLufftledig undobeu fest vermachet seyn,gehetnichtan, denn der Liquor zwar hinaufsteige»/ aber nicht wleder herab fallen wird, also muß die Oeffuuug mit Korckwohl verschlossen seyn, daß zwar wohl die Lufft aus und ein kan, aberkemesweges Wasser.
F. Z4.
Noch eine gantz besondere Wasser-Waage.
kan folgende k^//. 7^?^ ^///. heissen; weil ein kleiner lediger Raum auf dem Wasser die Horizontal-Linie verschaffe-- irmsi;!V1a!ler inFranckretch,alda sie jung worden,bat ein besond^rsJnstrument tn seiucrGeo-metrie hievon c,eqeben,und ich besitze ein kleines Lracrätlein, so inParls durchMabreChranwisy nebst unterescdieolichen Instrumenten heraus kommen/diegantze Sache läufst da hinaus: Es wird eine gläserne accuratgleich m^itt gera -'e uad qlcttteRöhre etwa höchstens zZoil weitgenommen/an eiuemEndeverschlosseN/U.alSsdenn mit einem rechten r- inen Liguore, der utcht frieret / gefüllet, bis ohnqefettr anfeinem quten Tropffen,»der daß so eine LuffttBlase bleibet, wie bey ^ zu sehen; hieraufwtrd das Glaß vollends Ksrmsrics gesie-gelt,