5-9
gelt, so ist das Kunst, Stück fertig!; denn wenn die Röhre oder obere Fläche recht horizontal lieget, stehet dieLufft-Blase acc urat in der Mitte, alleine so bald das eine Ende nur etwas erhoben wird, alsob.ild steiget dieBlase an dasselbige, also daß vermittelst dieser Blase eine accurate W -sser- oder Horizontal-Waage solte zuvermuthen seyn, wie es denn auch eine Zeitlang gut thut, alleine wenn der S pirirus odcr Liquor stehet,wirffter dennoch einenAussatz an,macbet dasGlaßrauch,daßesden behörigen Effect nicht mehr thun kan, wiezu so einen Werck erfodert wird. Ich habe solches Glaß?iZ.ViIi. in Meßing gefaxt/aufbeyden Seiten mitHülßen c / versehen, daß man es durch eine ^tell Schraube /, höher uns niedriger stellen können, unddarunter habe ein Perspectiv, wie die Kunst erfodert, gleichfals mit einer Feder , undSt ll-Schraubeund Nuß / versehen, und wo es sogar viel nicht zu sagen, ist es freylich denen andern W-iaaen mit demPerpendicul noch vorzuziehen.
§- 35-
Eine andere dergleichen Waage, die man aufderReise mit sich führen kan,
ist /L'. zu sehen.
Da das Glaß auf ein starck metallnes Linial nebst 2Dioprern ^ und K befestiget ist, jede ist durchbrochenmit-Spitzen zum Objectiv Glaß, hat aber auch ein Blech mit einem Ocular-Löchlein, dasrwu'.auf undzu-schieben kan, also, daß jetzo ^ zum Auge gehalten wird, und wenn ^ dasOcular,wird0as Blechdrüber,und das leck O weggeschoben; man kan nicht nur solches als eine Satz-Waage aufTische, Köchen, oderandre kurtze Sachen brauchen, sondern auch eine weitere Linie damit abzusehen.
§. z6. '
Herrn Andrea Garthner6,Königl.Pohln.und Chur-SaclL Modt l!-Mcister6l,^m-
mcnr, nicht nur die äusserlick c Figur einet Berges, sondern auch dessen Basm oder B> cire wie auch diePerpendicnlar-Höhe aufeine leichte und beqvehme Arth auf einmahl zu erlangen.
Ich hätte diefen übrigen Raum der Kupffer. Platte, derer vielmehr worden als ich Wil/ensbin, zu de-nen Vmuvianischen Waagen destinjret;aUtine alslnBegrjffwar,sahe ich, daß t5 schon vttl aiidere qechan
und oa gar niemanden einiger Nutzen daraus erwachsen kan, so resolvirte, sogleich etwas besseres zu ordne,/nehmlich: ietzt gedachtes Instrument. Als Se. Königl. Majestät dem Herrn Gärthner v>'r einigen bahret!allergnädigsten Befehl ertheilten,einModellvon der unüberwindlichen Berg-F.stuna Äöuigstein^u ma-chen,undvaanderegeometnscheInstrumentedZnhown/jähen.undmtt Klippen besetz,en Berg anszumes-sen, nicht zulänglich seyn wolten, hat Herr Gärthner sich folgendes Instrument verfertiget:
Er hat eine 10 Fuß lange Regel ooerLinial genommen,und solche in so vielFuß geiheilet, wie hierzeiget, wiewohl hier nicht lo sondern >2 Fuß genommen sind, jeden Fuß yat er auch in seine Zoll abgetheiletan vem Ende der Regel hat er einen ^Z^adranren ^ angesetzet, in desi^n Centro ^ ein Perpenotcul Sanaehangenist,deraufdieFlächedes^vadranten , mit seiner Spitze weiset; dieser ^vadrant ist aufbeyden SeitenauffolgendeSsrlhaetheilet,als. wennauf dieSpitze 6 auf o zeiaet.so'liegetdie Reaelgerade oder horizonral, und also dessen Linie -2 Fuß, wenn aber die Spitze auf die 6 weiset, wie v?^// dieSistantz 6 c mit sich bringet, so sigetes, daß die perpendiculare Höhevon der Honzontal'Liiijl ^ ^Fuß ist; also, wenn oben / /?. aufder Distantz /? ä der ^vadrant»zeiget, weiftt es daß die pei p ndiculareHohe von« bis^u Fuß ist, und also anch bey andern Zahlen; aufder anoer« Seite sind die Theile undZah.len umgewechselt, also, daß i stehet wo hierund solche Theilung giebet die Länge der B ism oder Horizon-tal L'.nie,- also, wennder Distanizc^oerPerpendicul aufderandern Seite «zeiget, st>deutet
es an, daß die Grund-Lmie von / bis c/oser die Lime c/8 Fuß ist, hingegen bey «F nur 4 Fuß, u. s f; die Thei-lung « ^ wird also gemachet : Es wird em Asadranc gerissen, und wenn sem Radius so groß seyn lan, alsdie R 'gel, ist es desto sicherer und bess r;hievou wird entweder die Horizontal- ^ <7oder di? P rpenoicu-lar-Linie ^ 6 tu soviel F iß und Zoll eingetheilet, als das Ma iß so hier 12 Fuß ist, (die Zoll sind vegg^las-sen, »von jeden Theil wird alsdenn eine Linie, die mit 5 parallel ist, gezogen, wie, >, 22, zz u.s.f. w^'set,aufjedenPunct, da dieHochontal-Linie den Bogen 6 5 berühret,wird,ins dem Centto ^ eineLinieae-zoaen,und diese gebendieTheileausdemÄoadrant; also, wenn man den B rg//^«^'/// imNn solle >sowürdebey / F dieSettevonderHöhe'2zeigen,dasist-daßvon / bis F -2 Fuß, dieandere Seite aber svon F bis würdedie SeitezurHöhe 11 Grad ausagen,nemlich, das voll m bis ,7 n F ß Hö e, die an-dere Seite des Bvadrants aber s, das ist-die Horizontal Linie lst^Fuß/weitcrvon ^ bis /beydeSei-ten 8, dös ist: n 5 und »/ ist jederv Fnk, von / 6 aiebet die eine Seite4, die andere n, die erste die perpendicu-lar, y,- 06 die andere,die horizontal/ n Fuß, und bey der letzten Messung, ist die Horizontale und die perp n-Viculare2F ^ß,würdealsvfoIgen,daß.diegalche Höhe von der Horizontal-Linte bis zu /> z?Fuß hoch,undvon /' bisperpendicularz^Fuß; esistaberhiernichtn-ichder Schärffe verfahren, sondern nur ein Er-empel gegeben. Künfftig bey der Geometrie will alles weitläufiger ausführen; weil vorjetzo die?eichnuna,so mir schon vor einigen Jahren der Herr Gärthner communiciret, verleget, und eigentlich nicht wttß,ob alleöMltdessen Arth übereinkommet.
Da wir nun mancherley Waagen gesehen, und dahero, wenn es der Raum gestattet, als wie der Vor-satz war, noch eine ziemliche Menge hätten folgen sollen, so muß noch einiges von der Instirnng und P>-arl ja-genWaagen, die doppelte Dioptern haben, oder die man verkehren oder wenden kan, sind leichte zu eramini-ren und auch;'., justiren; alleine die nur einfache haben, sind viel behutsamer uno scharffsichliger, wegen desUnterschieds;u rracttren.
Nen/?-. MtNN? 5. Z7.