Lsp. V. Von denen Wasser-Waagen. 1'sb. VIl.
' Das v. Tapitet.
Von denen Wasser-Waagen.
§. 2 Z,
jT^bschon alle solche Waagen, davon bishero gehandelt worden, Wasser-Waa-
gen benennet werden,weil man eine ^ aster gleiche Linie damit ziehen oder erforschen kan,dennochaber wird diesen folgenden der Titul besonders von Wasser gegeben, weil weocr durch einen beson-bern Perpenvicul, nochdurchihreSchwehrediePerpendicular^Lln-eerhalten,» von dar erst
Horizontal-Liniegefunden wird/ondern weil durch dicfeMachinen blosi vermitte!stde6Wass'rs dieHv! i'">i-
tal-Linie sich findet.DaßdasWasserdieEigenfchaffthatallemahl mit seiner obern und äusserlichen F/ä l e et-ne Horizontal Linie zu machen, es sey in einer grossen oder kleinen^Zvantität, »n einen oder mehrernG^isei!wenn es nur durch Röhren oder Canäle Commnnication mit einander hat/ ist oben gesaget worden - und aliokan uns die Fläche des Wassers tn einem oder mehtern Kästgen allemahl bey unserer Waage den hvmon^«lenoderWasser-Standanzeigen. ^"zvarq,
§. 24.
De6 Herrn Uariorre Wajser-Waagi?.
Von dieser als der allernatürlichsten Wasier Waage machen wir billig den Anfang.- diese Waage be-stehtt aus einem höltzernen Canal oder Rinnedavon ^ ^ dieBreite40der5 ^oll,dieLanae /? <72blS50d«6Fuß,dieHöl)eoder ^ O zwey Zoll, dieHöhe der Seiten »Zoll, und die Breite oder Dicke et>»
wa 4vder 6 Linien,damit die innerliche Weite 4Zoll verbleibe; an beyden Enden des Canals werden zwey<?ltückgen Wachs in Form eines Keils wie //. eines zu sehen, gegeneinander gesetzet, als /// mProfil zu sehen,daßmandieWachs-KeileunddaS darauf gegossene Wasser sehen kan; denn wenn der höi-tzerne Canal horizontal gesetzet ist/ fogiesset man Wasser in solchen, so wird solches sich an beyden Seiten des
Wachses anstemmen, und eine Erhebung s S « c machen, mdem das Wasser die Eigenschaft kat das;
wenn es aufein trockenes oder fettesPlanum gegossen wird, an demRand eineRnndung od^Echölumi
machet, wie//FM" bey -i - unv / Z, gleichwie es in einem kleinen und zumahl engen G^fss; sicham
Rande anleget, steiget, undin der Mitte eine Tieff^ machet, wie /s<,tftis.weisel; vie Höhe des wächser-nen Keiles " 5 rstetwaö über eine Linie hoch; wenn das Wassr an einem Ende si t'nichkfo hoch eryede r
solle, muß vie Waage ungleich stehen, und dahero mic kieinen hkkernen Keilen erhobm werden,wr müss't d 1 s
Wasser gany fachte auf,iessen, auch dessen nichtznviel, sonst lauffct es über, und wird derZweck nicht erlana t
jstaberalleSrecht/fobekommetihrvon bis ^ einen rechten horizontalen Wassr?Spiegel, darinnen«^»euer Objectum, so ihr abwaren wollet, präsentiren muß. ' ^
§. 25.
Vom Gebrauch dieser Waage.
" Wen»? man 2 Pnncke, da einer von dem andern ungefähr -oo Schuh entfernet, abwägen will so muss
man die Waage in die Mitten der Distantz stellen; und wenn man sie nach der Seite derer Puncten. d ,e ^ a "
sollen gewogen werden, gerichtet, alfo, das; ein Planum, so durch diese Puncte gehet, der Länge nach nmren "
die Waage durchschneidet, so >ollma -das Wasier, wie oben gemeldet, hinein giessen; Hernach ein klein '
Pappier oder Pappe aci ^Iigulos re^o^ vaß deren Seiten einander parallel entgegen stehen, schneiden' es "
muß solches aber "Aell lang und 2 breit seyn, wie L L O ?iZura V. und bey der Mitten muß,nan ' '
schwartze Linien L ? Q ^ so L parallel, und welche 2 oderz Zoll voneinander sind, ziehen, diese kan "
manin der Breite.' bis; Linien nach Gelegenheitvergrössern.: Hernach muß man dieses Pappiernacb ei^ "nemdererPnncte, so matt wiegen will, verfügen; wenn man es nun perpendiculai iter nach dem Horizont "
dält,also,dasi die Linien ? L» so man die Signa nennen wird, beynahe auch Horizont.?/ seyn so "
tan man es erhöhen und erniedrigen, biß daß man, wenn man das Auge einen ha! bm Schuh von derWaa^ "ge und ein wenig höher als die Fläche des Wassers ist, hält, in dem Wasser das Bilv des obcrnGiani seh ll "n.öge; Nicht aberdaö Bild des untern Stgni. Ja es ist nöthig, daß die z schwartze Signa, so sich z.-iqen "w mlich dle beyden von Pappier, und das Bild des obern Signi, in gleicher Distantz untereinander senn "welches man leichte observiren wird, wenn man,da das Auge niedrig genunq.auch das Pappier entweder "niedrig machet im Fall das dritte Signum, weiches das Bild des obersten ist, allzuweit von der Mittlern "entfernet, ooer erhöhet wenn es allzunahezn seyn scheinet. Wenn man nun meinet, daß sich alle drey m alei- "cher Distantz b finden, so wird dieM tteu der Breite des untersten Stgni in eben dem Piano horizo"taliter "mitderMittenoerFlächedesWasseröseyn,ttNdwennmananeinerMaueroder sonsten wo, cinenP met 'von edender Höhe als die Mitten dieses untersten Signi marqviret, so wird dieses einer von diesem reani^ "rirten Puncte» seyn; nnd wenn man es aufver andern Seite ebenfalls so machet, so werden zwey Puncte "dieunrerema»der2OOSchnhenrfemet,vondemCentroderErvengleichweitabsteyen. „ '
Wer Demvnftr.it!on oder weitere Nachrichtverlanqet,muß solches bey dem Autore,oderl'n demGründli-
chen Unterrichtvon Nlvelliren des Hn.DoctorMeinigö snchen, wiewohl es allda, weil die F'gur ntchfni rfalsch a stocken, sondern viel nöthige Stgna aussen gelassen, etwas schwehr hergehen wird, sich einen völligen
Lll Be-