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2 (1847)
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578
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Einleitung zu einer gründlichen Langweilung. — Nein, nein,so böse meine ich es nicht mit den Lesern; im Gegentheil,ich werde mich ganz kurz fassen, ihnen einfältig die Schluss-formel angeben, auf welche sich alle ärztliche Meinungen undErörterungen, betreffend jene sechs Dinge, zurückführen lassen.Die Formel lautet also:

Die Schädlichkeit A macht die Krankheit M.Der kranke Mensch X hat sich der Einwirkung der

Schädlichkeit A ausgesetzt.Also leidet der Kranke X an der Krankheit M.

Beweis des Obersatzes:

Der Kranke X leidet an der Krankheit M.Der Kranke X hat sich der Einwirkung der Schädlich-keit A ausgesetzt.Also macht die Schädlichkeit A die Krankheit M.

Beweis des Obersatzes:Die Schädlichkeit A macht die Krankheit M.Der Kranke X hat sich der Einwirkung der Schädlich-keit A ausgesetzt.Also leidet der Kranke X an der Krankheit M.

Jeder siehet ohne Mühe ein, dass das ein Circulus in demon-strando ist. Um den Obersatz zu beweisen, macht man denSchlusssatz zum Obersatz, und dann muss der frühere Ober-satz Schlusssatz werden. Ich überlasse es dem Leser, alleärztliche Verstandesverrichtungen, in Betreff der sex verumnon naturalium, auf diese Schlussformel zurückzuführen, dadurchwerden ihm die ungeheuren Widersprüche erklärlich werden,deren sich die Schriftsteller schuldig machen. Es wäre zuwünschen, ein alter emeritirter, bücherreicher Gelehrter machteeinmahl auf seinen Lorberen ruhend ein Buch, in welchem erdie aus vielen anderen Büchern zusammengesuchten Angabender Aerzte, in Betreff der Krankheitsursachen, zusammenstellte.Das müsste ein herrliches Werk, ein nützliches Werk werden.Aber freilich, weder ein Pedant, noch ein witziger Possen-reisser taugt zu dieser Arbeit; nur der eigentliche Humoristkönnte etwas zu Tage fördern, was vielen Aerzten zu einerwohlthätigen Arzenei, und den der Arzenei Unbedürftigen zurgemüthlichen Unterhaltung dienen würde.