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ich vvol klüger werden und dann das Unbegriffene besser be-greifen. Ach! dieser Zeitpunkt hat leider nicht erscheinenwollen, und erst da ich ärztlich grossjährig wurde, fing ichan einzusehen, dass er nimmer erscheinen könne. Müssteman nicht zuerst einen klaren allgemeinen Begriff der Ursachehaben, bevor man zu einer Begriffsspaltung schritte ? und wofindet man diese allgemeine Begriffsbestimmung? — Ich kenneeine solche nicht bloss nicht, sondern sie scheint mir selbstunmöglich. Wollte man sagen: Ursache sei das, worin dasSein eines anderen Dinges begründet sei, so würde das jabloss eine Wortumschreibung, aber keine Begriffsbestimmungsein; denn hat mir jemand diese, oder eine ähnliche Redensartauch mit der überklugsten Miene vorgebetet, so bin ich jaeben so wenig dadurch belehret, als hätte er mir das nackteWort Ursache in die Ohren gerufen. Im Vorigen habenwir schon davon gesprochen, dass das Leben der Natur sichuns nur durch einen Kampf, das heisst, durch ein gegen-seitiges Auf-, In- und Gegeneinanderwirken offenbare. Wiekönnt Ihr nun, werthe Leser! von einem einzelnen, in diesemgrossen Naturkampfe begriffenen und durch denselben erzeug-ten Dinge, oder von einer Veränderung in diesem Dinge be-haupten, dieses Ding A, oder die Veränderung Z in demDinge A sei durch die Einwirkung des Dinges X bedingt ? —Man sollte Euch ja, wolltet Ihr dieses behaupten, weit eherfür arme Erblindete als für verständige Menschen halten, dennin Eurem Vorgeben läge ja offenbar die Behauptung, dass Ihrden grossen Lebenskampf der Natur in seinen Einzelheitenübersehen könntet; und würde diese Anmassung wol einegeringere sein, als die jenes Tollhäuslers, der sich für Gottden Vater ausgab ? — Ihr könntet mich aber fragen: da ich,als gemeiner, unphilosophischer Praktiker, innerhalb der Gren-zen der Beobachtung des leiblichen und geistigen Menschenmich haltend, zum wenigsten diese Marken nicht gern über-schreitend, nothwendig mich selbst zuerst müsse beobachtethaben, so werde bei dieser Selbstbeobachtung mir doch wolklar geworden sein, dass keine Verstandesverrichtung in meinemKopfe vorgehen könne, bei der mein Verstand nicht un-willkürlich nach der Ursache der Erscheinungen der Dinge,