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denken, dass er dadurch und durch das gleichzeitige un-aufhörliche Toben und durch den Mangel des Schlafesnach und nach flau werden musste. Zuerst wurde er,wahrscheinlich des beständigen Schreiens wegen, heiser,darauf nach und nach so matt, dass er beim Gehen wankte,weiter wechselte er mit Gehen und Liegen ab, endlichmusste er beständig liegen, weil er nicht mehr gehenkonnte. Da ich. nun ohne Gefahr mich ihm nahen durfte,welches früher bedenklich gewesen sein würde, (der wirk-*lieh wüthend Wahnsinnige besass nämlich, wie mir seineSöhne versicherten, von Natur eine ausnehmende Muskel-kraft) so fühlte ich ihm jetzt den Puls, und fand diesenzwar schwacher als ganz im Anfange, wo ich ihn gefühlthatte, aber doch mässig voll und schnell. Ob die Schnelledesselben bloss vom Hungerfieber, oder von der bestän-digen Anstrengung herrührte, war nicht zu bestimmen,wahrscheinlich hatte beides dazu beigetragen. Uebrigenswar er, wie ich aus seinen Reden abnehmen konnte, nocheben so irrsinnig als früher; es fehlte ihm bloss die Kraft,seinen Irrsinn so laut zu äussern. Die ihm angebotenenNahrungsmittel weigerte er auch jetzt noch zu nehmen.Endlich am eilften Tage, da die Erschöpfung so hochgestiegen war, dass er den Kopf kaum mehr aufhebenkonnte, kehrte sein Verstand wieder. Diese Wiederkehrhat sich, wie seine Söhne beobachtet, innerhalb eineshalben Tages gemacht. Ich hiess sie jetzt den Genesenenins Bett tragen, ihn, wie ein junges Kind, mit mässigenGaben Milch erquicken, und später, nachdem er anfing,sich von dem überstandenen Strausse sichtbar zu erholen,ihm andere leichte Kost reichen. Er ist viele Jahre nach-her, ohne je wieder eine Spur von Wahnsinn zu zeigen,in einem ziemlich hohen Alter gestorben.
II. Direkte Naturheilung.
Ueber diese lässt sich so wenig als über die direkteKunstheilung eine Auslegung machen, wir müssen uns andie Thatsache halten, und diese lehrt uns1) Die Natur heilt die Affektionen des Gesammtorganismus;