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2 (1847)
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551
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II. Direkte Kunstheilung.

Heraclitus der Ephesier soll den Krieg den Vater allerDinge genannt haben; der Mann hat Recht, denn unserscheint das Leben der Natur als ein wirres In- undGegenein anderwirken, und dieses ist für uns die einzigeOffenbarung des Lebens. Was wir von dem Riesen-kampfe erkennen können, sind nur unvollkommne, arm-selige Einzelheiten; das Ganze desselben vermag derirdische Mensch nimmer zu erkennen, nimmer zu erschauen,denn er ist selbst in diesem Kampfe begriffen, ja seineWesenheit ist ein Erzeugniss dieses Kampfes.

Dass gewisse Einflüsse, die wir aber grösstenteilsnicht einmahl kennen, sondern nur ihr Dasein vermuthen,den ganzen Leib, oder einzelne Organe krank machen,glauben wir; dass andere Einflüsse, welche wir aber auchwenig kennen, die durch jene krankmachenden bewirkteVeränderung wieder aufheben, glauben wir auch, und wirmüssen es wol glauben, denn wir sehen kranke Menschenvon selbst genesen, und wir denken, dass diese HeilungenErgebnisse des grossen, unerkennbaren Naturkampfes sind.Durch unsere unvollkommenen Beobachtungen diesesNaturkampfes, und durch ein Zusammentreffen äusserer,unseren Verstand zu jenen Beobachtungen nöthigendenUmstände (welches wir Zufall zu nennen pflegen) sind unsgewisse Einflüsse offenbar worden, die, wenn wir sie ab-sichtlich auf den Menschenleib einwirken lassen, das Er-krankte wieder normal machen. Das Wie der Wirkungdieser, dem Heraklitischen Vater aller Dinge abgelausch-ten Einzelheiten, liegt meist ausser den Grenzen unsererErkenntniss; höchstens können wir über die antagonistischwirkenden Mittel und über das Wie ihrer Wirkung einemehr oder minder scharfsinnige Erklärung wagen. Aberdas Wie der Wirkung der direkt heilenden ist ganz inDunkelheit gehüllet. Unser Verstand kann hier über dienackte Thatsache nicht hinausdringen; wir bringen dieArzeneimittel mit dem kranken Menschenleib in Beruh-