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sclilimmerung gar dem Brechmittel selbst zuzuschreibensei ? Ich habe mir längst diese Frage mit J a beantwortet,und mit dieser meiner Ansicht stimmen viele Kranken-geschichten, die ich heut zu Tage lese, gar trefflich über-ein; wiewol ich zulasse, dass meine erzählenden Kollegendiese Uebereinstimmung weder beabsichtiget, noch vielweniger hervorgehoben haben. Ich habe des kein Hehl,dass mir manche Krankengeschichte ein Lächeln entlockt;da wird dem Fieberkranken gleich ein Brechmittel gereicht,und dann heisst es gewöhnlich: das that ihm sehrgut. Aber, Amtsbrüder! wenn es ihm denn so sehr gutthat, wie kommt es denn, dass ich lese, Euer Krankersei hernach von Tage zu Tage schlimmer geworden, undnach vielem Elende, nach viel verschluckter Arzenei, erstspät und kümmerlich zur Gesundheit gelangt? Zuletztwird, denke ich, die vermeintlich wohlthätige Wirkungdes Brechmittels wol darauf hinauslaufen, dass der Kranke,dem Ihr durch Euer Brechmittel ein beängstigendes Ge-fühl verursacht, sich, nachdem er das Brechmittel durchUebergeben los geworden, wieder luftiger fühlt. Nun, denSpass könnt Ihr Euch bei jedem Gesunden machen.
Ich habe schon früher in diesem Buche gesagt, dassAnschoppungen der Baucheingeweide durch die Erschüt-terung des Fahrens und Reitens gereizt und gesteigert,seltener gleich, öfter den zweiten, oder dritten Tag nachhererst recht böse werden. Durch die Erschütterung desfreiwilligen Erbrechens sah ich die verborgene, unfühlbareAnschoppung der Leber offenbar und als Verhärtungtastbar werden. Wie könnet Ihr nun, werthe Amts-genossen ! wenn Ihr zu einem Fieberkranken gerufen wer-det, sicher sein, dass derselbe nicht solche ältere Fehlerin seinem Bauche berge? und wenn Ihr des nicht sichersein könnt, wie könnt Ihr es denn wissen, ob Ihr mitEuerm Brechmittel nicht grossen Schaden thun, ob Ihrdie ruhenden Fehler durch die Anstrengung des Erbrechensnicht in Aufruhr bringen werdet, so, dass Eure Kunst zuohnmächtig ist, das Böse, was Ihr angestiftet, wieder gutzu machen ? Ja, könnt Ihr nicht auch solche Fieberkranke