Manne bei dem besten Willen nur möglich ist. Uebrigenskönnen die Leser nur blosse Andeutungen erwarten, dennwollte ich den Gegenstand ausführlich abhandeln, so müssteich wol ein ganzes Buch darüber schreiben. Nun zur Sache!
A. Kunstheilung.
I. Indirekte.
1) Symptomatische.
d) Heilendes Einwirken auf ein Organ, in welchem eineAffektion des Gesammtorganismus vorwaltet.
Nach theoretischer Ansicht sollte man denken, solcheine symptomatische Behandlung könne nie zum Heilenführen; in der Wirklichkeit überzeugt man sich aber davon.Die Ruhr, welche eine in den Därmen vorwaltende Affek-tion des Gesammtorganismus ist, heilt man freilich amsichersten und geschwindesten durch Einwirken auf denGesammtorganismus; wer wollte aber läugnen,. dass sieauch durch Einwirkung auf den Darmkanal könne geheiltwerden? Freilich heilt man durch letzte Behandlung lang-samer als durch erste; mithin müssen alte und schwacheKörper, die die Krankheit nicht lange ertragen können,ihr unterliegen. Angina tonsillaris wird, wenn sie nichtsehr heftig ist, durch zertheiJende Umschläge oder Salbengeheilt. Sicher ist diese Heilart freilich nicht, denn dieEntzündung kann eben sovvol in Eiterung übergehen alssich zertheilen. Auch leichtere Brustentzündungen werdenoft von den Landleuten bloss durch einen erweichendenBreiumschlag auf die schmerzhafte Stelle geheilt. MeineGedanken über solche Heilung sind folgende. Bei jederin einem Organe vorwaltenden Affektion des Gesammt-organismus ist doch die Verrichtung dieses Organs mehroder minder gestört, und diese Störung muss, wie jederlteiz, consensuell auf die ganze Körpermaschine zurück-wirkend, die Aufregung, welche die Uraffektion des Ge-sammtorganismus bewirkt, verstärken. Durch Beschwich-tigung dieser Organstörung greifen wir jedenfalls vvohlthätig