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2 (1847)
Entstehung
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372
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Sie thut dieses ohne Mühe und ich sehe zu meiner Ueber-raschung, dass der lahm gewesene Arm wieder ganz gut ist;sie kann ihn mit Leichtigkeit in allen Richtungen bewegen.Ich bitte sie mir einmahl derb die Hand zu drücken, undauch hier sagt mir mein Gefühl, dass ihre Finger weder anLähmung, noch Schwäche leiden. Ich hatte wirklich Freudean dieser wundergleichcn Besserung und machte schon inmeinem Sinne die Anmerkung, dass jeder Arzt sich doch wohlhüten möge, seine, wenn gleich auf langjährige Beobachtungbasirte Prognose wörtlich auszusprechen. Bis auf den Augen-blick hatten meine Beobachtungen mich gezwungen, einge-wurzelte epidemische Gehirnaffektionen für schwer heilbaranzusehen, und jetzt musste ich doch glauben, dass es auchAusnahmen von dieser Regel geben könne. Weil ich am fol-genden Tage wieder ausserstädtische Geschäfte zu beschickenhatte, besuchte ich, von Neugierde getrieben, die Kranke frühmorgens, bevor ich die Stadt verliess. Ich wurde jetzt aber-mahls überrascht, aber nicht auf eine so freundliche Weiseals am vorigen Abend, ich fand nämlich die Frau im Todes-

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kämpfe liegen, mit kleinem, kaum fühl- und zählbarem Puls-schlage, mit blassem, ganz entstelltem Gesichte, halb geöff-neten, gebrochenen Augen, röchlendem, sehr schnellem Athem,kurz so, dass ein Kind sehen konnte, sie sei am Sterben.Wie und wann sich dieser Zustand eingestellt, war nicht mitBestimmtheit auszumitteln; denn da die Kranke am vorigenAbend ganz ruhig eingeschlafen, hatten die Hausleute sichwahrscheinlich auch dem Schlafe sorglos hingegeben. UmMitternacht hatten sie Unrath gemerkt, und die Kranke, dasie nachgesehen, schon in dem beschriebenen Zustande ge-funden. Weil diese das Vermögen zu schlucken ganz verlorenund man überhaupt den Zustand für das Sterben selbst ange-sehen, hatte man es für thöricht gehalten, mich aus demBette zu einer Sterbenden zu holen.

V. Swieten, der theils reizende, theils ausleerende Mittelund Blutentziehungen in der Apoplexie anräth, sich Mühe gibt,die Fälle zu bestimmen, in denen die eine, oder die andereHeilart Anwendung finde, (welche Auslegung aber wol keinemLeser deutlichen Unterricht geben wird) äussert sich auf folgende