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Bloss unter den sieben, am sporadischen Petechialfieber Lei-denden, welche ich spater behandelte, hatte der alte Geistlicheungefähr ein Dutzend rother, runder Flecken auf dem Rückendes rechten Plattfusses, die umhoften Flohbissen, Masern-oder Röthlenflecken ähnlich, dem Drucke des Fingers schwanden.Diese Flecken wurden bei der abendlichen Fiebererhebungoffenbar feuriger, vergingen aber in drei Tagen, ohne violett,oder schwarz zu werden, obgleich, wie ich eben erzählt, derMann schwarze Petechien an dem übrigen Körper, und an deräusseren Seite des rechten Schenkels eine Schwärzung hatte,die wie eine wirkliche Blutunterlaufung aussah.
Ueberhaupt müssen manche Aerzte solche Epidemien be-obachtet haben, bei denen rothe Petechien die gewöhnlichen,violette, oder schwarze nur Ausnahmen von der Regel gewesen.Vor etlichen Jahren kaufte ich einen Rudel alter Schriftstellerund unter diesen das Werk eines rheinisch Cölnischen Arztes,des Laurenz Donkers , der mir ganz unbekannt war. Sein Buchhat den Titel: Idea febris petechialis, sive tractatus de morbopuncticulari. Nun, das Wort Idea bezeichnet am besten denGeist des Buches. Das Praktische, welches mitunter so dummnicht ist, muss man aus einer fünfhundert Seiten langen, ekel-haften, Cartesisch - theoretischen Brüh herausfischen. Aberauch dieser Mann, der das Petechialfieber selbst, und offenbarhäufig behandelt hat, siehet die schwarzen Petechien zwarnicht gerade als Zeichen eines unbedingt tödtlichen, aber dochals eines sehr gefährlichen Zustandes an.
In Fällen, wo sich Angina oder Pleuritis bei diesem Fiebergezeigt, hat er zur Ader gelassen. Ich glaube aber, hätte er,wie ich, einen starken Mann nach dem x\derlassen schwarz-armig und schwarznasig werden sehen, er würde schon eineandere Ideam febris petechialis bekommen haben, als die1686 zu Leyden gedruckte.
Ich habe die Säuren als Mittel angegeben, welche hin-sichtlich ihrer Heilwirkung mit dem Eisen verwandt seien.Mit Recht kann also der Leser erwarten, meine Meinung zuhören, ob auch im Petechialfieber das Eisen die Säuren nichtbloss ersetzen, sondern sie in ihrer Heilwirkung noch über-treffen werde.
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