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2 (1847)
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336
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Fleckenerzeugung vorhanden sein, allein sie offenbarte sichnicht sichtlich. Ja in den Fällen, wo, wenn ich die Heilungdurch Schwefelsäure begann, die Petechien noch nicht zu Tagegekommen waren, erschienen sie auch nicht während der Kur,so wenig als andere Zufälle der Verschlimmerung.

Möglich ist es also und mir selbst wahrscheinlich, dassdas Fieber, bei dem Herr R. seine Entdeckung gemacht, ganzohne Petechien erschienen ist, wodurch dann die Täuschungum so leichter wurde.

Unter meinen Lesern könnten auch lustige Leute sein,die einmahl gern wissen möchten, ob es mir, da ich diewundervolle Heilwirkung der Schwefelsäure gesehen, nicht ebenso gegangen sei als Herrn Reich, ob ich nicht auch geglaubthabe, im Besitze eines unfehlbaren allgemeinen Fiebermittelszu sein ? Ganz so ist es mir nun wol gerade nicht gegangen,das war auch unmöglich. Das Erste nämlich, was ich beimeinem Eintritt in das praktische Leben zu sehen und zu be-handlen kriegte, waren gastrische Fieber, die nicht einbildisch,sondern wirklich durch die bauchentleerende Methode geheiltwurden. Da ich nun bei mehren Kranken Schwefelsäure ge-funden, welche ihnen der abgelebte, sie nicht besuchendeArmenarzt nach Bericht verordnet, sie sich sehr übel dabeifühlten, ja da in der ersten Hütte, worin ich gerufen wurde,eine Frau, die die Säure gebraucht, am Sterben war, indesssich der Mann in sehr elenden Umständen befand; so war esdoch wol ganz unmöglich, dass ich die Schwefelsäure für einallgemeines Fiebermittel halten konnte.

Aufrichtig gestehe ich aber, ich hatte die grösste Ver-muthung, sie würde wol in allen den Fiebern, bei denen, wieich damahls schon mit meinen Augen oft genug gesehen, dieKunst wenig vermag und die man heut zu Tage unter demvielsinnigen Namen Typhus begreift, hülfreich sein. Dassmeine oben angeführte vorläufige Nachricht an Herrn Hufelandbloss vom Faulfieber spricht, beweiset wahrlich nicht, dass ichin meinem fünfundzwanzigsten Jahre klüger war als ein Pro-fessor der Medizin, sondern sie beweiset bloss, dass ich, schonauf der Hochschule zum Zweifler gebildet, wenig Neigung habenkonnte, etwas auf das Papier zu setzen, was ich nicht mit