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2 (1847)
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habe. Er ist aber hinreichend, die Wahrheit zu erhärten,dass die durch Missbrauch geistiger Getränke verursachte Affek-tion des Gesammtorganismus nicht immer gleich geartet sei,mithin auch nicht immer durch einerlei Mittel könne beseitigetwerden.

Dem, der da glauben möchte, ich würde durch Mohnsaftschneller zum Zweck gekommen sein, rathe ich, dieses ineinem ähnlichen Falle selbst zu versuchen. Ich versuche esnicht, denn ich weiss recht gut, dass, der Mohnsaft bei Eisen-affektion des Gesammtorganismus weit eher schädlich als nützlichist. AVenn es uns gelingt, durch selbigen das sinnlich erkenn-bare Vorwalten dieser Affektion zu mässigen, oder ganz auf-zuheben (welcher Erfolg aber in vielen Fällen wol sehr zwei-felhaft sein möchte), so heben wir dadurch doch nicht dieAffektion des Gesammtorganismus selbst, und die ist ja hin-reichend, einen Menschen zu tödten.

Augenentzündung. Es mag vielleicht manchem Leserauffallend gewesen sein, dass ich in der vorigen GeschichteRothe der Augen und Geschwulst der Lieder als ein vermuth-liches Zeichen der Eisenaffektion angegeben habe. Diesenbemerke ich, dass Entzündung der Augen, sonderlich die, welchemit geschwollenen Liedern gepaaret ist, gar nicht selten Zu-fall einer Eisenaffektion des Gesammtorganismus ist. Achtetman hierauf bei Uebung der Kunst nicht, will man solcheEntzündungen mit ableitenden Laxanzen, mit Quecksilber undmit allerlei guten Salben und Wässern behandlen, so kommtman nicht zum Zweck, ja stiftet zuweilen mehr Schaden alsNutzen.

Wenn Eisenaffektion herrschend ist, kommen solche Au-genentzündungen oft vor. Da hier einst vermischte Gehirn-krankheiten, aus einer Eisenaffektion des Gesammtorganismusund einem Urgehirnleiden zusammengesetzt, landgängig waren,welche ich im vorigen Kapitel beschrieben, heilte ich sehrschmerzhafte Augenentzündungen durch einen Trank aus essig-saurem Eisen und Stechapfeltinktur überraschend schnell. Auchausser solcher Zeit habe ich oft genug chronische, sehr bösaussehende Entzündung der Liederränder bloss durch den in-nerlichen Gebrauch des Liq. ferri muriaU oxyd. geheilt. Ist