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2 (1847)
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in akuten Krankheiten nicht matter sind als andere, welchean anderen Krankheiten leiden; in chronischen Krankheitenbemerkt man das Nämliche. Wenn also aus einer hervor-stechenden Mattheit auf Eisenaffektion mit gehöriger Umsichtzu schliessen ist, so kann man doch aus der Abwesenheitdieses Zeichens gar übel das Nichtvorhandensein der Eisen-affektion folgern.

Ferner ist es auch wichtig, den Gaumen und die ganzeMundhöhle des Kranken zu untersuchen. Hat der Gaumenund das Gaumensegel eine bleiche, fast schmutzig weisse Farbe,so ist mehr Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass der Krankean einer Eisen-, als an einer Salpeteraffektion leide. Sicherist das Zeichen aber auch nicht, denn theils findet man eszuweilen bei Kupferaffektion, theils nach überstarken Blut-flüssen, und im letzten Falle bezeichnet es bloss einen Blut-mangel, nicht Eisenaffektion; vorausgesetzt, dass diese nichtschon vor dem Blutflusse da war und selbst den Blutflussbewirkte, welches auch zuweilen sich so verhält. Eisenaffektionwaltet ferner nicht selten in den Mandeln und dem Gaumenunter der Form der Entzündung vor, und in diesen Fällenkann begreiflich der Gaumen auch keine blasse Farbe haben.

Endlich sind schwarze, oder dunkelviolette Flecken aufder Haut, zumahl wenn sie scharfumschriebene Grenzen habenund häufig erscheinen, so auch die schwarze Färbung einesganzen Gliedes, welcher letzte Zufall aber selten vorkommt,ziemlich sichere Zeichen der Eisenaffektion, und zwar eineshöheren Grades derselben. Bloss blaue Flecken auf demeinen oder dem anderen Gliede beweisen aber nichts; ichhabe diese zuweilen, jedoch selten, entstehen und vergehensehen, ohne dass das Befinden dabei getrübt wurde und ohnedass Arzenei dabei nöthig war*).

*) In seltenen Fällen geben die an Eisenaffektion Leidenden ganz ungefragtan, sie haben in ihrem Munde anhaltend einen süssen Geschmack. Lässtman diese geröthetes Lackmuspapier so lange im Munde halten, bis esordentlich durch den Speichel befeuchtet ist, so wird es so blau, als esvor der Röthung gewesen. Ich habe aber eine so deutlich ausgesprocheneLaugensalzigkeit des Speichels nur in solchen Fällen beobachtet, wo die