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zu mir über das rothe Eisen und über dessen vermeintlicheWirkung. Weil es sich, bei gewöhnlicher niederer Temperatur,in Säuren nicht auflösen lässt, so glaubte er, es könne auch,unauflöslich in den Darmsäften, unmöglich Heilwirkung haben.Ich liess ihn bei seiner Meinung, denn ich konnte ihn ausdem Stegreife nicht klug machen; zu meinen Lesern will ichaber ganz aufrichtig sprechen. Ihr wisst, werthe Amtsbrüder!von dem Wie der Wirkung des Eisens auf den krankenMenschenleib nichts, gar nichts. Nun, ich weiss eben sowenig davon als Ihr; also werden wir uns daran halten müssen,was die Augen uns lehren. Ich versichere Euch, dass ichnicht ein-, oder zweimahl, sondern oft genug, um der Unmöglich-keit einer Täuschung sicher zu sein, gesehen habe, dass Kranke,die so matt waren, dass sie sieb nicht mehr ohne Hülfe imBette aufrichten konnten, sich den folgenden Tag, nachdemsie zwei Drachmen rothes Eisen verzehrt hatten, ganz freiund ohne Hülfe im Bette aufsetzten.
2) Kohlensaures Eisen (Crocus mortis aperiiivus) isthinsichtlich der Mächtigkeit seiner Wirkung jenem überlegen.Weil es aber in der im Darmkanal vorhandenen, oder hinein-gebrachten Säure mehr oder mindet auflösbar ist und dadurchzusammenziehende Eigenschaft bekommt, so wird es zuweilenvon sebr reizbaren Därmen nicht vertragen, denen das rotheEisen ganz gut bekommt. Letztes verträgt auch der reizbarsteDarmkanal.
3) Essigsaure Eisentinktur. Diese ist ein mildesPräparat, welches, wenn der Darmkanal nicht gerade ausge-zeichnet reizbar ist, im Allgemeinen den Menschen recht gutbekommt. In akuten Fiebern gebe ich es zu einer Unze tags.Diese Unze mit sieben Unzen Wasser und einer Unze Arabi-schen Gummi, oder einem Skrupel Traganth, in einen Trankgebracht und stündlich löffelweise gereicht, wird von den meistenKranken nicht bloss einen Tag, sondern auch auf die Dauergern genommen. Die Tinktur, die sich in unserem jetzigenPreussischen Dispensatorio findet, taugt nicht zu meinem Ge-schäft. Sie hat einen Zusatz von Essigäther. Dieser Zusatzbeweiset auf das bündigste, dass die Aerzte, welche das Dis-pensatorium. gemacht haben, den wahren Gebrauch des Eisens