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versuchen wagte. Hintennach ist es mir unbegreiflich vorge-kommen, wie ich das mir so ganz nahe Liegende nicht gesehen.
Wenn man von alten und neuen Schriftstellern nur soviel gelesen, als einem ehrlichen Praktiker dieses Zeit undGelegenheit zu thun erlaubt, so muss einem die Menge derKrankheitsformen, in denen das Eisen soll geholfen haben,schon den Glauben aufdringen, dass es ein ausgezeichnetesUniversalmittel sei. Wollte ich zum wenigsten nur das, wasich selbst über diesen Gegenstand gelesen, anführen, so könnteich schon ein hübsches Verzeichniss von Krankheitsformenanfertigen: da aber alles, was ich zu sagen wusste, den Ge-lehrten längst bekannt, und meinen praktischen Amtsbrüdernlangweilig und nutzlos sein würde, so enthalte ich mich liebersolcher schriftstellerischen Faxenmacherei und gehe gleich zurHauptsache über.
Die Eisenpräparate, deren ich mich früher bediente, warendas Feilicht und das schwefelsaure Eisen. Später, da ich michzu der geheimärztlichen Lehre wandte, waren folgende Präparatemeine Waffen.
1) ßothes peroxydirtes Eisen./' Ich habe diesesaus salpetersaurem Eisen bereiten lassen,/indem die Salpeter-säure durch das Feuer davon getrieben wurde. In der neuenAusgabe des Preussischen Apothekerbucb es stehet aber eineBereitung, die mir besser gefällt.
Das rothe peroxydirte Eisen, innerlich zu zwei Drachmentags gebraucht, färbet nicht, wie andere Eisenpräparate, denDarmkoth schwarz, sondern braun. Wird dieser bei dem Ge-brauch nur ein Wenig schwärzlich, so ist in der Bereitungetwas versehen. Wenn die Gallenabsonderung krankhaft ist,die Galle zu sparsam abgesondert wird, so färbt dieses Prä-parat den Darmkoth nicht braun, sondern er wird vielmehrgraulich, und das rothe Eisen ist nur, und zwar sichtbar, da-mit vermischt. Es hat mir auf diese Weise mehrmahls alsErkennungsmittel verborgener Fehler des galleabsonderndenOrgans gedient, welche ich dann nachgehends durch dienlicheLebermittel gehoben habe. Ohne dieses Eisen hätte ich sienimmer erkennen können.
Es sprach einst ein büchermachender Arzt etwas spöttisch