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2 (1847)
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haften Urleiden der Muskeln und Nerven, ist doch wahrlichnicht zu verachten; man kann solche Uebel zuweilen über-raschend schnell damit heilen. Ein paar Monate vor dem er-zählten Falle verlangte eine Frau meine Hülfe, welche voneiner schweren, künstlich bewirkten Geburt eine unvollkommeneLähmung der unteren Extremitäten behalten hatte, die, wienicht selten solche Halblähmungen mit grossen Schmerzender Nerven vergesellschaftet war. Der Geburtshelfer hatte sieverlassen, weil er entweder keinen Rath wusste, oder weil dieVermögensumstände der Frau nicht so waren, dass er alleApothekerbüchsen mit ihr durchproben konnte. Ich heilte siein acht Tagen, bloss durch den äusserlichen Gebrauchder brenzlichen Holzsäure, welche ich dreimahl tags indie unteren Extremitäten einreiben liess. In dieser Heilunglag auch, wie ich später erfahren, der Grund, dass die kleineBäuerinn, welcher selbige bekannt geworden, und welche irr-thümlich glaubte ein ähnliches Uebel in ihrem Schenkel zuhaben, durchaus nicht von mir lassen und sich keinem Wund-arzte anvertrauen wollte.

Uebrigens kann man durch die brenzliche Holzsäure, wennman täglich zwei oder dreimahl Bauch, Rücken und Schenkeldamit einreiben lässt, Wechselfieber heilen. Im Jahr 1833hat sie mir bei mehren Kindern, die am ungeregelten Wech-selfieber litten und denen Arzenei übel anzubringen war, aus-nehmend gute und überraschend schnelle Hülfe geleistet.**)Auch etliche Erwachsene habe ich damit geheilt, aber sehrbald gefunden, dass sie im allgemeinen in der bürgerliehenPraxis nicht anwendbar ist. Bei den meisten geschiehet dasEinreiben sehr unregelmässig und flüchtig, andere haben einenAbscheu vor dem brenzelichen Gerüche, noch andere fürchten

aber wenn er von einer leiblichen Entartung der Gebärmutter, von Polyp.Verhärtung oder Krebs derselben abhängt). Die Wahrheit dieser Erfahrungwird selbst durch die Volkssage bestätiget, dass hart geräuchertes Rindfleischden Mutterblutfluss heile. Man schabt oder reibet nämlich, das geräu-cherte, nicht gekochte Fleisch zu Pulver und gibt davon den Blutflüssigenetliche Mahl tags einen Theelöflel voll.

**) Im Jahre 1835 habe ich bei zwei Kindern die Einreibung ganz vergebensangewendet.