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2 (1847)
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nicht merklich gestöret wird, so wird auch der Gesammtorga-nismus bei manchen consensuellen Fiebern durch den Gebrauchzweckloser Mittel nicht sonderlich gestört, vorausgesetzt, dassdiese nicht feindlich auf das urerkrankte Organ wirken.

Darauf gründet sich die seltsame, oft ganz entgegenge-setzte Behandlung verschiedener Aerzte einer und der näm-lichen Krankheit. Der eine entziehet dem Menschen das Blutdurch Aderlassen oder Egel, der andere reicht Wein oderAether, der dritte lässt speien oder laxiren. Wenn die Kran-ken auch durch solche Behandlungen nicht gerade geheilt wer-den, so sterben sie doch nicht alle, und bei denen, die genesen,schreibt jeder Arzt seiner Heilart die Genesung zu. Dass hierzuweilen ein kleiner Irrthum mit unterlaufe, ist den Aerztennicht bloss in unseren Tagen, sondern schon in früheren Jahr-hunderten vorgeworfen worden.

Sie könnten diesen Irrthum leicht berichtigen, wenn sieunter der geringeren Volksklasse auf dem Lande, wo die Leute,unvermögend die hochbetaxten Arzeneien zu bezahlen, sich derheilenden Natur überlassen, nach der Dauer solcher selbstge-heilten Fieber forschen wollten. Sind es nicht gerade solcheOrganfieber, bei denen die groben Speisen der armen Leutedem urerkrankten Organe schaden, so ist die Dauer derselbennicht länger, zuweilen noch kürzer als die der ärztlich schul-gerecht behandelten.

Zwischen Heilen und Behandlen ist ein grosser Unter-schied. Der Begriff des Heilens schliesst die Abkürzung desVerlaufes der Krankheit mit ein; der Begriff des ärztlichenBehandlern ist unbestimmt und vieldeutig. Wenn gleich dieUniversalmittel bei echten Organfiebern, wegen des Indifferenz-standes des Gesammtorganismus, nicht offenbar schaden, sokürzen sie doch die Krankheit nicht ab; man kann sie alsonicht als Heilmittel solcher Fieber ansehen. Je einfacher manbei diesen verfähret, je reiner und unvermischter man das ge-eignete Organheilmittel reicht, je sicherer und geschwindergeneset der Kranke.

Inwiefern aber die Universalmittel bei Untersuchung ver-borgener Organkrankheiten als Erkennungsmittel zu gebrauchen