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FRUCHTESSIG - FUSELÖL

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die ebenen flachen Länder des Südens; c) unter gleicher geographischerLänge haben die Gebirgsbewohner eine weit stärkere Fruchtbarkeit, als dieBewohner der Ebenen und Niederungen. Ausser der Zahl der Ehen undder daraus hervorgehenden Kinder kommt bei Betrachtung der Bevölkerungeines Staats noch besonders die Sterblichkeit der Menschen in An-spruch: der Abgang der Menschen früh oder spät; denn natürlich muss da,wo die Ehen Viele Kinder geben und die Menschen ein bedeutendes Altererreichen, eine grössere Volksmenge leben, als da, wo das Menschenlebenkürzer dauernd ist. (S. Sterblichkeit und Alter.)

Fruchtcssig, S. Essig.

Fructus Capsici annul, Spanischer Pfeffer, s. Capsi-cum annuum.

Frühgeburt» s. Abortus und Foetus.

Friihlingsadonis, Adonis vernalis Linn. Das ganze GeschlechtAdonis urafasst krautartige Gewächse mit feinzertheilten Blättern, 5blättc-rigem Kelche, zahlreichen Staubfäden und Schliessfriichtcn, als Adonis vernalis, flammea, aeslivatis. Sie alle haben scharfe Säfte und können Er-brechen und Purgiren erregen. Gegenmittel. Wie bei allen Venenisplantarum acribus. S. Gift.

Füchse. Sie können ebenso, wie Hunde, spontan oder durch An-steckung die Tollwuth bekommen. (S. Hilgen in Henke's Journal f. Staats-arzneikde Bd. 10 u. 11. Braun, Ebendas. Ergänz. Heft VIII. S. 159.)Vergl. Epizootien und Hundswuth.

Fulinen, s. Blitz.

Fundschein, Visum repertum, Elogium medicum, Relatio medica,Depositio, Renunciatio (franz. certificat. rapport judiciaire, adminislratif, consultation medico -legale. Decergie'). S. Ars cxploratoria eti us tr um entaria forensis,

Funiculus umbilicalis, s, Foetus und Nachgeburt.

Funiculus spcrinaticus, s. Genitalien.

Fiinfliiige. Sie kommen sehr selten vor, und die schwächlichstensterb en meist schnell dahin. Fälle der Art sind mitgetheilt in Henke's Zeit-schrift f. Staatsarzneikde Ergänz. Heft VII. S. 304 u. 310. S. Foetus.

Fungus , s. Schwämme.

Furor inclnncholicus, s. Affect.

Furor transitorius, s. Affect und Mania transitoria.

Fuselbranntwein, s. Fuselöl.

Fuselöl. Ist ein giftiges, flüchtiges, fettes Öl, welches bei allenBranntweinen das riechende Princip, das jeder Sorte eigen ist, aufnimmt,und welches verhindert, dass der Alkohol durch gleiche Mittel zu einem ge-gebenen Grade der Concentration und zu einem gleich hohen Grade derStärke nicht gebracht werden kann. ( Hensman '» Denkschrift über die gei-stigen Flüssigkeiten S. 8 ) Das Fuselöl bildet sich durch Gährung und De-stillation des Korns und der Weintrester, ist vorzüglich in der Hülse desKorns enthalten, seine Bildung wird durch kupferne Destillirgeschirre be-günstigt; es verflüchtigt sich nicht bei der stärksten Siedhitze einesYVasserbades, und bleibt bei der Rectification des Alkohols so lange zurück,bis dieser durch Wiederholung des Geschäfts seine höchstmögliche Stärkeerlangt hat, wo es nicht weiter erscheint. Das Verschwinden des Geruchsdes fetten Öles in dem Masse, wie der Alkohol zu höheren Graden derStärke gelangt, muss einer innern Verbiadung zugeschrieben werden, vfel-