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A.
■Ä.al, Anguilla (diätetisch). Er giebt eine ziemlich nahrhafte, aber sehrschwer verdauliche Speise ab. Sein Fleisch ist zwar milde und weich anGeschmack, aber etwas fade und wegen seines Fettes schwerverdaulich.Daher veranlasst es leicht Magenverderbniss, Vevdauungsbeschwerden unddaraus entstehende Krankheiten. Demnach darf der Aal 1) nur bei starker,ungestörter Verdauungskraft, 2) nur in geringer Quantität, 3) nicht zu oft,und 4) nur in angemessener Verbindung genossen werden, nämlich mit Essigoder Citronsäure, damit sein Fett etwas gedämpft und sein Fleisch festerwerde; mit Pfeffer oder andern starken Gewürzen, um den Magen zu einerlebhaftem Thätigkeil anzuregen. Am besten bekommt der Genuss des Aalsneben kräftigen Fleischspeisen und wenn man einen bitteru Li^ueurschnapp»darauf trinkt, nicht neben faden Mehlspeisen, Obst u. dergl. Die ein-fachste Zubereitung ist die schicklichste; gebacken, geräuchert ist er nochschwerer zu verdauen, als gekocht. Auch kommt es sehr darauf au, dasser schnell getödtet wird; wenn bei der Zähigkeit seines Lebens Faser fürFaser langsam abstirbt, so taugt er zur Nahrung gar nicht. Aale, die ingrossem klarem Wassern mit sandigem Grunde, in starken Strömen, grös-sern Landseen oder im Meere leben, und mehr silberfarbig aussehen, habenein festeres, kräftiges Fleisch mit weniger Fett, und sind der Gesundheitzuträglicher, stören nicht so leicht die Verdauung als jene Aale, welcheaus kleinern trübern, langsam strömenden Flüssen oder stehenden Wasserngefangen werden. Ja letztere können, in Menge genossen, Zufalle erre-gen, die nicht blos die einer Indigestion sind, sondern selbst mit Vergif-tung Ähnlichkeit haben Man hat auch gefunden, dass manchmal die Aalein gemässigten Zonen giftige Eigenschaften erlangen können, l'irey (Journ.de Pharmacie. Tom. V. p. 509) erzählt, dass mehrere Personen nach demGenuss einer Aalpastete heftige Diarrhöe und Koliken bekojninen hatten.Die Aale waren in einem stagnireriden Schlossteiche bei Orleans gefangen.Die Überreste des verdächtigen Gerichts tödteten einige Hausthiere. (S.Christi.ion , Abhandl. von den Giften. Aus d. Engl. Nachtrag. Weimar,1833. S. 142.)
Aas« Wir verstehen darunter todte thierische Körper ( Cadavera ), welcheschon in offenbare Verwesung ( Putrtfactio ) übergehen. Die durch Fäul-niss zersetzte thierische Substanz ist der Gesundheit nachtheilig; die ausihr sich entbindenden Gasarten (s. d.) wirken unmittelbar schädlich auf denmenschlichen Körper ein. Man hat daher nicht allein todte Körper grösse-rer Thiere, Abfall von geschlaohtetein Vieh etc. ans der Nähe der Woh-nungen zu entfernen, sondern auch auf kleinere Thiere, welche sich zu-weilen in den Wohnungen verkriechen und daselbst sterben, z. B. vergif-tete Ratten und Mäuse, aus der Küohe entlaufene Krebse etc. Rücksicht zunehmen. Orte, wo thierische Körper in grössern Massen verwesen, hatman sorgfältig zu meiden. Wasser, in welchem Aas gelegen hat, ist zumGetränk untauglich, und noch weniger eignet sich ein faulender thierischerKörper selbst zur Nahrung. — Auch nennt man Aas jedes gestorbene, d. i.durch einen innern krankhaften Zustand umgekommene Thier, im Gegen- .«atze des bei voller Gesundheit durch äussere mechanische Gewalt unmit-telbar und plötzlich getödteten Thieres. Während des Sterbens gehen durchMost StaatsarznciLunde. I. 1