Druckschrift 
1 (1782)
Entstehung
Seite
99
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von den Arzneymitteln. 9>

mukhmaßete, daß sie austrocknend und zusammenziehendwäre.

zzO. ^ Fünffingerkraut.

koüiz l'givciiu; ovs^iz, ilUcArg.

OiAttsüs ni vlK. t. tc>Z.our^zurea.

Nach <5. Gcsnern wächst diese Pflanze bey l5oire;(5k>c??al fand sie um Bädnnveiler, und an dem BergeV.'.llon. Divernsl har sie auch um ^leufcharel.an-getroffen.

Sie ist bitter. Sechs bis sieben jässel ihres Absudserregen mit der gefährlichsten Heftigkeit Erbrechen undStühle. Sie ist giftig und wud nach dem Berichteder Pariser Akademie der Wissenschaften endlich sür dieVögel tödtlich. Aeusserlich lobt man sie gegen Drüsen-verhärtungen. gegen schlaffe Geschwüre, gegen du Gichtund die englische Krankheit. Man kann sie hier entwe-der gequetscht oder in Verbindung mir einer Salbe aus-legen. Bey uns ist sie unbekannt, und mir wenigstensverdächtig. Indessen ftnde ich doch bey einem neuernSchriftsteller einen Fall, welcher ihren Gebrauch begün»stiget; es ist die Rede von einem Absud des Fünssmger-krauts, das in einer höchst gefährlichen Krankheit mitglücklichem Erfolg so lange gegeben wurde, bis sich end-lich die Haut scheelie. Man braucht sie auch bey erbli-chen Dlüsinvcrhärtungen. A'yhcr rühmt die inButter gekochten Blumen gegen die gech>vol!cne Drüsen.So hat man auch durch den lange fortgesetzten Gebrauchdes Absuds dies, r Psion;?, welcher Ekel und Erbrechenmacht, einen scorburischen Aussatz und erbliche Drüsen-Verhärtungen gehoben.

ZZ6.