Druckschrift 
1 (1782)
Entstehung
Seite
2
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

2 Lehre

nensn Safte auszulosen, und, in dieser Absicht, wendetman sie gewöhnlich gegen die Fehler an, womit die Lwernach hihigen Krankheiten befallen wird. Dmeb ihrenGebrauch, allein hat man gesehen, daß die Gelbsucht ge»heilt worden ist. Sogar nach des Herrn Gcofroi Be-richte, hat sie bey der Behandlung wechselnder Fieber guteDienste gethan. Herr von Genac erzählt Fälle vonFiebern, welche bloß mit der einfach-'« Tisane der Cicho-rie gehoben worden sind. Ohne Zweifel unterhalt ihreBitterkeit den Ton der ersten Wege 2), sie schivächt diehypochondrischen ?lnsäile ^), ni.d Gelehrten, von schwa»cher Gesundheit ist, muß sie nützlich seyn. Ebenden Nutzen leistet sie den Personen, welche mit eingewur-zelten Geschwüren befallen sind, indem sie das' Blut rei>niget. So hat sie mir, in Zeit von drey Wochen, inder Heilung eines bösartigen Geschwüres, das seinen Sißauf dein innersten Knöchel des linken Fußes einer mitÜbeln Säften angefüllten siebenzigjährigm Frau guteDienste gethan.

Wan macht aus der Cichorienwurzel einen sehr gu»ten Coffee, dessen man sich iht gemeiniglich bedienet.

Ich sollte glauben, daß ihr Saft, oder dasKraut, nebst der Wurzel und den Blumen, alsSalat, aber in Menge und auf lange Zeit genessen,gute Wirkung thun solle. Die Tisane der Cichorien-wurzel wird in der Medicin gebraucht; auf den damitbereiteren Syrup aber darf man nicht fo viel halten,denn ausser den?, daß er schlecht wird, wenn er altert, soverändert auch der Zucker die Eigenschaften dieserPflanze, so wie aller andern. Die Alten ließen den

Saft

s) Deswegen hat ihr vielleicht Celsus die Kraft beygelegt,

daß sie hartleibig mache,b) Sedlisler ods. lliers^. obs. 25. wo er von den Wur-zeln redet.