Vitriolum.
rechnen, welches der alte Fr. Ho£frnann mitdem Lobe seines Liquors angefüllt hat. Nur muf»freylich auch darauf gesehen werden, ob eineKonstitution lieber dieses oder ein anderes, ähn-liches Mittel besser erlrage. Manche befindensich z. B. besser bc-v Efsignaphthe, manche beyversiifstem Salpetergeiste. Mehrere ausländischeArzte, selbst Gullen, halten diesen Äther fiirein grofses Mittel, ; Schinerzen und Krämpfezu stillen. Besonders heilsam soll sie beym Ma-genkrämpfe von metastatischer Gichtschärfe seyn.
3) Kol iL. Ich will fiir diese Art von Schmerzeine eigene Rubrik machen, we ; l namentlich ge-gen Kolik der Vitrioläther sehr empfohlen wordenist. In der reinen Krampf- und Nervenkolik, siemag nun von Erkältung oder von sonst einer letz-ten Ursache entstanden seyn, ist derselbe eanzvorzüglich anwendbar. Ich habe gesehen, dalsLeute im Augenblicke von den heftigsten Schmer-zen befreyt wwren, als ich ihnen in einer Tasseheifsem Wasser einen Löffel voll Ilack und fünf-zehn Tropfen Äther eingab. Eben so wirksamist das Mittel bey schmerzhafter Kolik von wan-dernder, versetzter oder metastatisch reizenderGichtschärfe. Aufser den schon anderswo ge-rühmten Mitteln, Hirschhornsalz in Rheinwein etc.ist eins der besten nach meinen Erfahrungen;
1^. Actheris vitrioli, scr. un.
Moschi, gr. duo.
M. S. Auf einmal mit warmen Wasser zunehmen.
Auch darf ich dieKolik von Gallensteinen :nic,ht ver-gessen , gegen welche, wie schon erinnert wor-den, der Vitrioläther von Durande als speci-fisch empfohlen worden ist.
Äufser-