846 Sal amoniacus. Salmiak.
Magnesia pura, s. non aerata, s. tista , reine,luftleere, oder gebrannte Talkerde, wird entwe-der durch Glühen der kohlenstoffsauren, ,oderdurch Präcipitation ^us dem Bittersalze veripit-telst atzender Alkalien erhalten. Sie ist im Was-ser unauflöslich; löst sich hingegen in Säurenohne Aufbrausen vollkommen auf, und hat, wennsie ganz rein, und nicht etwa mit Kalk vermischtist, durchaus keine ätzenden Eigenschaften. Dasie sich mit allen Säuren leicht verbindet, sokann sie in allen Krankheiten, wo Säure in denersten Wegen zugegen ist, mit Nutzen gegebenwerden, besonders wo man die Entwickelung vonkohlenstoffsaurem Gas im Darmkanale fürchtet,und deswegen die vorige nicht geben darf. ZumEinsaugen der im Darmkanale vorhandenen Luftdürfte sie hingegen weniger brauchbar seyn, danicht nur ihre Verwandschaft zur gasförmigenIiohlenstoffsäure sehr gering ist, sondern sichauch im Darmkanale häufiger Wasserstoffgas, alskohlenstoffsaures Gas befindet. Bey ihrer Anwen-dung hat man vorzüglich dahin zu sehen, dafssie nicht mit ätzendem Kalk verunreinigt ist.
Sal amoniacus, Amonium muriaticum , Al-cali volatile muriatum. Salmiak, salz-saures Amoniak.
Der Salmiak ist ein Mittelsalz, das durch dieVerbindung • des flüchtigen Laugensalzes mit der]Kochsa.lzsäure seine Entstehung genommen hat.
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