Druckschrift 
2 (1814)
Entstehung
Seite
821
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Bittersalz.

Diese Sachführungen haben tlen grofsenVorzug vor allen andern Abführungen, dafs mansie am leichtesten anwenden kann, und dals siefür die meisten Kranken am angenehmsten sind.Sie haben keinen Geruch, sie haben kein unan-genehmes äufseresj Ansehen, sie besitzen einen er-träglichen Geschmack, welchen man durch einigeTropfen Liquor, einige Grane Porneranzenextrakt,ein gewürzhaftes Wasser u. dgl. noch mehr mil-dern kann. Sie sind auch bey den meisten Fie-bern anwendbar. Sie erschlaffen weder so be-trächtlich, als die ölichten Abführungen, nochblähen sie so sehr, als die Manna und Kassie;sie reizen stärker, als die Tamarinden; sie grei-fen nicht so sehr an, als die Senne, Jalappe undAloe; sie trocknen nicht aus, wie die Rhabarber.Sollte der Grad der Reizung, welchen sie bewir-ken , für die Reizfähigkeit manches Kranken odermancher Krankheit ja nicht ganz vollkommen an-gemessen seyn, so läfst er sich doch sehr leichtentweder vermehren, oder vermindern, je nach-dem es'thig ist, jenes durch Rhabarber, Senne,Jalappe, bittere Extrakte u. s. w., dieses durchOle, Manna, Tamarinden, Salpeter u. dgl.

Zum Abführen giebt man gewöhnlich ein,zwey, drey Loth mit und ohne Manna oder Sen-nesblätter. Wer oft Salz zum Abführen genom-men, und überhaupt öfters abgeführt hat, mufsgrölsere Gaben nehmen, als wer selten abführt,und selten Salz nimmt. Die nämliche PortionSalz in vielem Wasser aufgelöset, wirkt mehr,als wenn man sie in wenigem Wasser auflöset.Bloch liels wohl zwey Loth Salz in einem Pfunde

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