Ricinus communis»
desselben an. Ich glaube, man kann allerdingsvielen Nutzen vom Ricinusöle erwarten, wennman die Zeit und die Umstände fiir dasselbeschicklich auswählt. Es giebt einen Ruhrzustand,wo der Unterleib, wie bey der Krampfkolik höchstschmerzhaft, empfindlich, des Abganges wenig,des Zwanges aber sehr viel ist. Am häufigstenfindet sich dieser Zustand bey entzündlichen undrheumatischen, auch bey der bösartigen Ruhr,wie sie Zimmermann und Seile nennen, ein.Für diese ungeheure Erregbarkeit des Darmka-nales schickt sich kein Mittel besser, als das Lli-cinusöl. Ich kann aus eigener Erfahrung folgendeMischung in diesem Fall sehr empfehlen:
Olei ricini, unc. un.
Syrupi althaeae, unc. sem.
Gummi arabici dr. un.
Aquae sambuci, unc. duas.
Spiritus nitri dulcis, dr. un.
Laudani liquidi, scr. un.
M. S. Alle Stunden x Löffel voll.
'Auch nutzt das Ricinusöl, wenn man un-behutsamerweise mehr Mohnsaft gegeben hat,als für die Umstände des Kranken dienlich war,wodurch verstopfter Abgang, vermehrtes Treiben,stärkere Empfindlichke.t im Unterlei; e erregt wor-den ist. Ich habe alsdann mit folgender MixturÖffnung zu verschaffen und das gestörte Gleich-gewicht wieder herzustellen gesucht: