«5 8 Phosphorus.
Der Phosphor ist, nach dem Systeme La-voi sie r s , N ein einfacher Körper, weicher imDunkeln leuchtet, von der Sonne röthliclit gefärbtwird, beym Zutritte der atmosphärischen Luftund durchs Reiben sich bis zur Entzündung er-hitzt, mit einem Glänze brennt und beym Ver-brennen einen stinkenden, arsenikalischen Dampfvon sich giebt. Er wird im Wasser aufgehobenund in demselben mit einer weifsstaubigen Krusteuberzogen, gleichsam bepudert.
' Auflösen läfst sich der Phosphor mit arabi-schem Gummi in allen ätherischen und fettenÖlen, in den Naphthen, und selbst im Weingei-Ste. In Wasser klumpt er sich immer, theiltaber sogar dem Wasser etwas wenige» von demunangenehmen, knoblauchartigen Geruch mit,welchen alle Mischungen bekommen, worin manihn aullöset. Alle Auflösungen erhalten auchdie Fähigkeit, zu leuchten. Der Geschmack,welchen der Phosphor seinen Auflösungsmittelnertheilt, ist immer unangenehm, auch wenn mannoch so angenehme Wässer, z. ß. Aqua Cernsar.,Rubi Idaei, F/or. Napbae etc. zusetzt.
Man hat schon vor längerer Zeit angefangen,vom Phosphor, als einem innerlichen Arzneimit-tel , Gebrauch zu machen. Man hat ihn fiir einhöchst durchdringendes, erweckendes, nerven-stärkendes Mittel gehalten. Le Roy führte vie-les zu seinem Lobe an, worüber man einige Be-merkungen bey Weikard lesen kann. So hataitch Löffler in Hufelands Journal meh-rere Erfahrungen von seinem Nutzen angeführt,Neuerlich rühmte ihn C o n r a d i als ein stärken-