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Dispensatorium für die königlich sächsischen Lande oder Philipp Jakob Piderit's Pharmacia rationalis
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Zweyte Abteilung.

4. Das vom ätherischen Oele durch Auskochen befreyteHarz des Terpentins.

5. Zu Pflastern und Salben.

zc>l. I'errs loliütI t2rt2li.

1. K»1i »ceiicum, pulZzlinum 2cecicum, essigsaures

Kali, geblätterte Weinsteinerde.

2. Man nimmt vier Unzen gereinigte Pottasche, schüttetsie in ein weites Gefäß, gießt ollmählig so viel destlttirtenWeinessig hinzu, als zur vollkommenen Sättigung nöthigist und filtrirt sodann die Flüssigkeit durch Loschpapier.Man nimnu hiervon den vierten Theil, dampft chn beygelindem Feuer in einem gut verzinnten Tiegel ab, undwenn das Salz l klumpig wird, so vermindert man dasFeuer so viel als möglich, und rührt die Masse so lange ineinem fort mit einem hölzernen Spatel um, bis das Ealjganz trocken ist. Eben so verfährt man nach und nachmit den drey übrigen Vierteln jener Flüssigkeit. Endlichnimmt man alles gewonnene Salz zusammen, löset es inBrunnenwasser auf, filtrirt die Auflösung durch Löschpa»pier, dampft sie wieder ab und verwahrt das getrockneteSalz in einem gut verschloßnen Glase an einem trocknenund warmen Orte.

3- ») Ist sie zu einer klumpigen Masse eingedickt, ohneBlätterform und minder weiß, färbt sie den Veilchens ftgrün und das Kurkumcpapier braun, so ist das Kali nichtganz mit Essigsäure gesättigt. K) Bley entdeckt man darindurch Weinprobe, c) Eisen durch Galläpfeltmctur, 6) Ku«pfer durch Salmiakgeist, e) Sind schwefelsaure Salze dar.unter-, so wird die Auflösung von der salzsauren Schwer«erdenaufiösung getrübt, t) Ist taltarisiner Weinstein da.bey, so wird aus der Auflösung durch concenerirte Essig»säure Wcinsteinrahm niedergeschlagen und wenn man dieBlättererde in Weingeist auflöset, so bleibt der tartarisirteWeinstein unaufgelöset.