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Dispensatorium für die königlich sächsischen Lande oder Philipp Jakob Piderit's Pharmacia rationalis
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223
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Zubereitete und zusammengesetzte Arzneyen. 22,5

2. Man nimmt vier Unzen gesioßnes Spiesqlanz«glas und acht Unzen Wemsieinrahm, vermischt es in einemirdenen glasirten Geschirre und locht es zwölf Stunde«lang und darüber unter öfterem Umrühren mit einemhölzernen Spatel, seiht die Flüssigkeit durch und dampftsie zur Trockenheit eines Pulvers ab, welches man in einemverschloßnen Glase aufbewahrt.

3. ») Die Auflösung muß durch Lakmustinctur schwachroth gefärbt werden, durck Salpetersäure oder Schwcfel«saure einen weißen unauflöslichen, durch Weinprobe abereinen hoch pomercnzenfarbigen Niederschlag bekommen,d) Wenn er Kupfer enthält, so färbt er den Salmiakgeistblaulich, c) Ist er zinnhaltig, so entsteht ein purpurrotherNiederschlag, wenn man in die Auflösung eine mit Königs,Wasser bereitete Goldaufiöfung setzt,' auch schlagt sich dasZinn nieder, wenn man in die Auflösung einen eisernenNagel oder eine Zinkstange legt.

4. Spiesglastalt, Weinsieinsäure und Kali.

5. In wässeriger Auflösung und in Pillen.

6. Da der Brechweinsiein für immer etwas F'uchtig.teil aus der feuchten Luft an sich zieht, so ist er schwacher,wenn er bcy nasser Witterung bereitet worden ist.

297. lartÄruz üoluoili«.

1. l'ÄitÄlUZ 5olubi!iz »mmoniÄcHÜs, 5»! Ämmom'zcumlartai'IlÄtum , l^rraluz »mmonizru«, tülemor tarlari vnlztiliz,Ammoniumwcinstein, Weinsteinsalmiak, auflöslicherWeinstein, flüchtiger Weinsieinrahm.

2. Man nimmt ein Pfund Weinsteinrahm, löset ihn inder hinreichenden Menge warmen Wassers auf, filtrirt dieFlüssigkeit, tröpfelt allmählig so viel wasserigen Salmiak-geist hinzu, als zur vollkommenen Sättigung nöthig ist,filtrirt die salzige Flüssigkeit und dampft sie in einem gläftr»nen Geschirre bey gelinder Warme bis zur Trockenheit ab.

3. Er muß, mit gebranntem Kalke gerieben, einen leb»haften flüchtigen Geruch entwickeln.