Vorrede. ^
setzt hatte, und es mußte dann natürlich andere,schwächere oder stärkere Würkungen hervorbringen,als er gewünscht und dem Zustande des Krankellangemessen gefunden hatte. Ueberdies gab es denn,da blos die Willkühr des Apothekers hier entschied,in dem Vorrathe so mancher Offtcinen noch ver-schiedene, veraltete und mit unfern gegenwärtigenKenntnissen und Ansichten in der Chemie und Heil-klmst im Widerspruche stehende Composmonen, sowie dagegen vcrschiedne Formeln fehlten, deren Be-kanntmachung wir den neuern Untersuchungen ver-dienter Aerzte, Chemiker und Pharmaccuten ver-danken und welche der seine Kunst mit Interesseausübende Arzt nur ungern vermißte.
Diese Mangel entgingen keincsweges demaufmerksamen Blicke unstrcr weisen Regierung.Schon im Jahre 1700 hatten die damahligen-Chursächsischen Leibärzte den Auftrag bekommen,mit Zuziehung der medicinifchcn Faeulrat zuLeipzig ein Dispensatorium für Chursachscn, zuentwerfen 5), und auch späterhin ist ein hochlöb-
*) (Rovers) Beytrage zur Geschichte des Mcdicinal-wesens in Chursachsen vom Anfange des vorigen Jahr-