IV
Vorrede.
der Arznepkunsc hcrbeyführen, welche im Allgemei-nen bey einem solchen Mangel zu befürchten stehen:indcß ist doch auch eben so wenig zu leugne«/ daßmancherlei) Ineonvenienzen daraus entsprangen.Die Apotheker arbeiteten theils nach den altern Be-arbeitungen des Brandenburger Dispensatoriums,theils nach dem Wurtemberger, Heils nach eignenoder in pharmaceutischen Schrifteu hin und wiedercmpfohlnen und willkichrlich angenommenen For-meln: so kam es denn, daß fast jede Ossicin ihreignes Dispensatorium hatte, und andre ans die-sem willkürlichen Verfahren entspringende Nach-theile abgerechnet, führte dies schon manche Unbe-quemlichkeit herben, zumahl in großer» Sladren,wo mehrere Apotheken zu finden sind. Denn zu-vörderst hatte der Arzt mehr Mühe, sich mit denin einer jeden einzelnen Apotheke üblichen Formelnbekannt zn machen und diesen Unterschied stets ge-genwartig im Gedachtnisse aufzubewahren, um beyjeder Verordnung darauf die nöthige Rücksichtnehmen zu können; sodann konnte das verord-nete Medikament durch einen Irrchum der An-gehörigen des Kranken leicht aus einer andernApotheke geholt werden, als der Arzt vorausge-