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4/5 (1910) Rhizome und Hölzer. Rinden
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Einer jährlichen Einfuhr von 186 600 kg steht im Mittel ein Exportvon 105 411 kg gegenüber. Wahrscheinlich sind in dieser Zeit 6070 000 kgpro Jahr in Deutschland verbraucht worden.

Tubera Jalapae: Nach der Literatur soll der Konsum der Wurzelund des Harzes zurückgehen. Es wird für 1880 eine Einfuhr in Hamburgmit 327 000 kg angegeben. Das ist ein ganz enormer Betrag (falls nichtein Druckfehler vorliegt). Für die Abnahme des Konsums wird das nächsteJahr, 1881, angeführt mit 16 000 kg Einfuhr in Hamburg. Nun ist esganz natürlich, daß auf ein Jahr mit außergewöhnlich großer Einfuhr einsolches mit kleinen Importen folgt, denn die großen Lagerbestände macheneben eine größere neue Einfuhr unnötig. Außerdem pflegt ganz allgemeinauf eine gute Ernte oft eine schlechte zu folgen. Wir sehen nun bereits 1882normale Verhältnisse, eine Einfuhr von 40 000 kg. Nach meiner Ansichtist der Verbrauch in Deutschland und in den letzten 30 Jahren wenigstensnicht zurückgegangen, zumal aus den älteren statistischen Angaben hervor-geht, daß Jalapa zu jenen Drogen gehört, deren Ernten große Schwankungenaufweisen. Hierfür spricht auch die Gegenwart. 1893 betrug die Gesamt-ausfulir aus Vera Cruz bei einer Durchschnittsernte 103 000 kg. 1898bis 1901 nahm New-York ebenso große Mengen wie Hamburg. Schon seit20 Jahren sind harzreiche Knollen zu Fabrikationszwecken sehr gesucht,in den letzten Jahren ist sogenannte Drogistenware zeitweise gar nicht zuhaben. 1907 war der Markt völlig geräumt, die Preise stiegen bis auf 450 Mper 100 kg. Nach Flückiger wird die Droge das ganze Jahr gesammelt,hauptsächlich aber nach der Regenzeit im Mai, nach neueren Angabenbeginnt die Ernte im Februar, die ersten Zufuhren sind Ende April inHamburg.

Die Verhältnisse am Hamburger Markte gehen aus nachstehenderZusammenstellung hervor (Werte in kg):

Einfuhr

Ausfuhr

Einfuhr

Ausfuhr

1897 . .

65 200

19 300

1903 . .

59 900

25 300

1898 . .

20 600

14 600

1904 . .

97 900

51 000

1899 . .

21 400

33 900

1905 . .

60 300

43 200

1900 . .

39 900

30 200

1906 . .

68 600

85 900

1901 . .

42 000

33 400

1907 . .

45 000

44 000

1902 . .

57 900

29 700

1908 . .

18 200

24 900

In den 12 Jahren sind insgesamt 596 900 kg nach Hamburg ge-kommen und 435 400 kg wiederum ausgeführt, so daß jährlich 13 458 kgim Lande verblieben. Letztere Zahl ist zu niedrig, da bei der Ausfuhrseewärts stets 24000 kg jährlich inbegriffen sind, die nach den deutschenOst- und Nordseeprovinzen gehen. Bei vorstehenden Zahlen sind fernerdie Lagerbestände nicht berücksichtigt. Jetzt sind diese, wie bereits er-wähnt, völlig geräumt. Zur Erzielung normaler Verhältnisse sind zunächstgrößere Zufuhren nötig. Um aber später den deutschen Bedarf beiden früheren Preisen von ungefähr 100 M per 100 kg decken zu können,müssen vermutlich nach Abzug etwaiger Ausfuhren jährlich 20 000 bis25 000 kg in Deutschland verbleiben. In unserem Zeiträume war derniedrigste Preis 1906 (73 M der Doppelzentner), der höchste 1908 (369 M).Ständige Käufer am Hamburger Markte sind England (1908: 15 200 kg),ferner trotz eigener Kulturen Britisch-Indien. Gelegenheitskäufer sinddie Vereinigten Staaten, Spanien, Italien, Japan und Frankreich.