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4/5 (1910) Rhizome und Hölzer. Rinden
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7
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Lignum Guajaci: Die Statistik macht keinen Unterschied zwischendein für pharmazeutische Zwecke benutztem Holze von Guajacum officinaleL., das zumeist aus dem westlichen Teile der Insel Haiti stammt und demmehr in der Technik gebrauchten Holze von Guajacum sanotum L. Ueber-dies findet sich letzteres ebenfallsgeraspelt" im Handel, findet also auchin der Medizin Verwendung. Der Hamburger Markt wird durch folgendeZusammenstellung belegt (Werte in Mill. kg):

Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr

1897 . . .

. 1,916

0,787

1903 . . .

0,877

0,577

1898 . . .

. 1,060

0,784

1904 . . .

0,854

0,418

1899 . . .

. 0,950

0,901

1905 . . .

2,419

1,189

1900 . . .

. 2,310

0,710

1906 . . .

2,171

1,375

1901 . . .

. 1,037

0,754

1907 . . .

3,274

2,249

1902 . . .

. 1,075

0,706

1908 . . .

1,625

1,407

Die Zahlen zeigen zunächst, daß, wie auch in anderen Fällen sehr oft,vermehrte Zufuhren in Hamburg eine Hebung des Exportes zur Folge habenund nicht einen steigenden Konsum in Deutschland dartun. Einem zwölf-jährigen Gesamtimport von 19,568 Mill. kg steht eine Gesamtausfuhr von11,857 Mill. kg gegenüber. Im Mittel wurden jährlich 1,630 Mill. kg zuge-führt und 0,988 Mill. kg wieder exportiert, während 0,642 Mill. kg in Ham-burg verblieben. Die Preise der zugeführten Droge (Blockholz) schwankenzwischen 9,75 M der Doppelzentner unverzollt (1897) und 16,35 M (1902).

Erwähnenswert ist ferner, daß in letzter Zeit größere Mengen Pock-holz aus Uruguay (20 000 kg jährlich) und Paraguay (1907: 96 500 kg,1908: 257 800 kg) kommen, wie denn überhaupt das südamerikanische Fest-land sich stark an der Zufuhr beteiligt, liefert doch Venezuela neuerdings0,5 Mill. kg im Jahr, 1907 sogar 1,44 Mill. kg. Das Produktionsgebiet hatsich mithin weiter nach Süden ausgedehnt. Die übrigen Hauptlieferantensind Curacao, Haiti, Kuba, Jamaika, geringere Posten kommen ausNikaragua, Bonaire, Costarika und Kolumbien. Noch im Anfang derneunziger Jahre bezog Hamburg die Droge zum Teil auch über Englandund Frankreich.

Das Harz des Handels, Resina Guajaci, kommt aus dem Osten vonHaiti. Exportplätze: Port au Prince und nördlich davon Gonaives. DerExport ist gering und betrug aus Port au Prince 1875: 18 175 kg, 1876:3315 kg. Hamburg empfängt die Droge nicht regelmäßig, 1905 kamen4800 kg aus Haiti.

Lignum Quassiae: Der Bedarf an Quassiaholz ist gering. NachFlückiger soll besonders der Konsum an Surinamholz stark ab-nehmen, da die Gesamtausfuhr von dort 1872: 132 000 kg betrug, hingegen1877 nur 48 148 kg, 1879: 6475 kg. Als neue Angabe finde ich 1899 einenHamburger Import von 28 800 kg, der über Holland kam, und wir könnendiese Ware jedenfalls als die Surinamdroge betrachten. In anderen Jahrenfehlt oft sowohl ein direkter Import wie auch ein solcher über Holland.

Größer ist der Bedarf an Jamaikaholz. 1871 wurden insgesamt57 496 kg in Jamaika verschifft (Flückiger). Die Speziallisten zeigenfolgende Posten, aus denen hervorgeht, daß die Droge regelmäßig nach Ham-burg gelangt und, daß ihr Konsum, wenn auch in engen Grenzen, zu-genommen hat. Es kamen nach Hamburg, und zwar direkt aus Jamaika