Das Wasser.
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™n Kranken mögen die wirklichen oder vermeintlichen Urheber der. ankheiten nachgewiesen werden — nach den bisherigen Erfahrungenle seitherigen Angaben über das Vorkommen bezw. den Nachweis vonyphus- und Cholerabakterien im Wasser mit großer Vorsicht aufzu-nehmen. Für die Praxis der Wasseruntersuchung kann auf den Nach-eis der Krankheitserreger, wenigstens zur Zeit noch, verzichtet werden.Können pathogene Bakterien im gewöhnlichen, brauch-aren Trinkwasser ihren entwicklungsfähigen Zustand aufEngere Zeit beibehalten?
Sporenfreie Milzbrandbazillen bleiben nur wenige Tage ent-wicklungsfähig, Milzbrandsporen dagegen bewahren monatelang ihre^bensfähigkeit. (Meade Bolton 1 , Kraus 3 , Hochstetter 3 , G. Wolff-ügel und Riedel 4 , Uffelmann. 6 ) Typhuskeime gehen nach denUntersuchungen von A. Pfeiffer 6 , W. Heraeus 7 , G. Wolffhügel und^edel (1. c .), 0. Griewank 8 , P. Frankland 9 u. a. in gewöhnlichem,er ilisiertem oder nicht sterilisiertem Wasser meist innerhalb 14 Tagenj« Grunde; unter günstigeren Verhältnissen, bei Anwesenheit zusagenderahrstoffe können sie auch wochen- und monatelang entwicklungsfähigReiben (Uffelmann 1. c, Hueppe 10 ). Das Licht übt auf die Typhus-® lm e einen vernichtenden Einfluß aus. Nach Bolton (1. c.) muß einasser, in welchem Typhuskeime fortkommen sollen, mindestens 6.7 gr ganische Stoffe, ein Wasser, in dem Kommabazillen leben können, 40 g0r ganische Stoffe in 100 000 T. enthalten.
Karlinsky 11 beobachtete, wie absichtlich in ein Brunnenwassergebrachte Typhusbazillen (500 000 in 1 ccm) nach 2—3 Tagen voll-andig verschwunden waren bei gleichzeitiger starker Vermehrung derSemeinen Wasserbakterien.
_ Das Wachstum der Cholerakeime im Wasser ist nach den bis-sigen Beobachtungen ein sehr verschiedenes; oft gehen dieselben inv «rzer Zeit zu Grunde, oft auch nehmen sie anfangs ab, vermehren sich
aber
günsti:
später, um dann sogar lange Zeit lebensfähig zu bleiben; unter
& "«istigen Umständen sollen dieselben sogar Monate hindurch lebensfähig
J le »°en (Koch 12 , Nikati und Rietsch 13 , A Pfeifer 14 , O.Riedel 16 ,
•Karlinski 1 «, R.Koch 17 , Frankland 18 , Dunbar 19 , W. Kruse 20 u.a.).
3 . Ztsehr. f. Hygiene 1886. 1, 1. Heft. — 2 Archiv f. Hygiene 6, 234. —*!'b. aus <J. Kaiserl. Ges.-Amte II. Bd. — * Das. 1886. 1, 455. — 5 Wiener1 T' Presse 1888, Nr. 37. — 6 Ztsehr. f. Hyg. 1886. 1, 398. — 7 Das. 1886.Br„ — 8 O. Griewank, Dauer der Lebensfähigkeit der Typhusbazillen im- 10 ne , nvvasser - Inaug.-Diss. Rostock 1892. — 9 Ztsehr. f. Hyg- 1895. 19, 393.12 ,, Journal für Gas und Wasser 1887. — " Aren. f. Hygiene 1889, 432. —1 4 7 serl - klin. Wochenschrift 1885 Nr. 37. — ,3 Kev. d'hygiene 1885 Nr. 5. —Wo. Chr ' *'• Hygiene 1888. 1, 398. — 15 O. Riedel, Die Cholera, Entstehung,f ^ e n etc. Berlin 1887. — '6 Arch. f. Hyg. 1889. 9, 113. 432. — " Ztsehr.I8g/ e " l893 - 15 > l2 t>. — 18 Frankland, Microorganisms in water. London,20 *; T 19 Arbeiten aus dem Kaiserl. Ges.-Amte 1894. 10, Anlage 11, 160. —
Ztsch
r. f. Hyg. 1894. 17, 27.