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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Das Wasser.

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-fäulnisprodukten nachgewiesen (Brieger 1 , Bocklisch 2 ); Cellulose zer-fällt mit Hilfe von Spaltpilzen in Kohlensäure und Kohlenwasserstoffe(Hoppe-Seyler 3 ); Pette zerfallen in Fettsäuren und Glyzerin. Da nunu_ e r Boden diese Stoffe schließlich nicht mehr verarbeiten kann, werdenSle von dem durchfließenden Wasser aufgenommen und gelangen in dieQuellen und Brunnen. Die große Menge der bei der Fäulnis entstehen-den Kohlensäure löst die Karbonate der alkalischen Erden als Bikarbonate," e r zu Schwefelsäure oxydierte Schwefel der organischen Substanzen gibtAnlaß zur Bildung von Sulfaten, die Salpetersäure bildet Nitrate.

Ein Wasser, das aus einem mit Fäulnisprodukten beladenen Bodenstammt, wird demnach organische Stoffe in größerer Menge enthalten,ferner Ammoniak und salpetrige Säure, wenn die faulige Zersetzung°°ch andauert, Salpetersäure, das Endprodukt der Oxydation, wenn dieFermentation beendet ist. Es werden in einem solchen Wasser vielKarbonate und Sulfate zugegen sein, schließlich auch diejenigen Mineral-stoffe, welche in den faulenden Stoffen schon fertig gebildet enthaltenWa ren: Chloride, Phosphate, Sulfate der Alkalimetalle, besonders Chlor-natrium, das hauptsächlich den tierischen Dejektionen entstammt.

Verf. fand bei der Untersuchung von 185 Brunnen der StadtW ürzburg folgende Maximal- und Minimalwerte in 100 000 Teilen:

Bückst.

Cl

N 2 0 5

N 2 O s

NH 3

SO3

CaO

MgO

Maximum 383.6Minimum 19.0

65.01.1

126.00.4

2.00

0.80

96.41.2

91.66.6

12.31.2

b) Verunreinigung durch gewerbliche Anlagen. Auch durch|j le Abwässer und Rückstände von Fabriken findet oft eine Verunreinigungdes Grundwassers statt, indem die ersteren oft in Gruben abgelassenWerden und dort versickern, letztere vom Begenwasser ausgelaugt undlhr er löslichen Bestandteile beraubt werden, welche nun in das Grund-Wasser gelangen. So können Leuchtgasfabrikeu Ammoniak, Rhodan-^rbindungen und Teerbestandteile an" das Wasser abgeben; chemischeT^riken Salzsäure, Schwefelsäure, Kupfersulfat, Zinksulfat etc.; Salinen^ochsalz; Färbereien Metallsalze; Papierfabriken organische Substanzen,^alciumsulfit, Krankheitskeime aus den Hadern; Gerbereien und Roßhaar-spinnereien ebenfalls organische Substanzen und Infektionsstoffe (Milz-1 bran, l); auch Schlächtereien, Brauereien, Brennereien, Zuckerfabrikenlefe m stark verunreinigte, leicht faulende Abwässer.j.. c) Verunreinigung des Wassers durch Mikroorganismen.^ le Luft (besonders Straßenluft), der Boden, vor allem aber die sub 1Des Prochenen Abfallstolfe sind stets mit mehr oder weniger Mikro-0r ganismen, mit Eiern und Jugendzuständen von Parasiten behaftet,Welc he in das Wasser gelangen und dies zum Träger von Infektions-

,,,, . 1 Über Ptomaine. Berlin 1885. - 2 Berl. Ber. 1885. 18, 86. - 3 Ztschr.^"«l- Chem. 1886. 10, 401.