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Pflanzliche Nahrungsmittel.
E. v. Raumer, das. 1889, 007; Her. üb. d. 9. Vers. bayr. Chem. 1890, 33. —W. Mader, Beiträge zur Kenntnis reiner Honigsorten. Diss. Erlangen 1890. —E. v. Raumer, Ztschr. anal. Chem. 1894. 33, 397. — R. Hefelmann, Pharm.Ctrlh. 1894. 35, 481. 527.
Zu beachten ist, daß der besonders in dünnflüssigen Honigen sichbildende kristallinische Absatz vorwiegend aus rechtsdrehender Dextrosebesteht. Geringer Gehalt des Honigs an rechtsdrehenden Dextrinen machtden Honig schwach linksdrehend; nach der Vergärung wird die Rechts-drehung stärker.
5. Zuckerbestimmung.
a) Invertzucker. Von der mit Tonerde geklärten Honiglösung10 : 100 (sub. 4) werden 20 ccm (= 2.0 g Honig) auf 250 ccm aufgefülltund in je 25 ccm dieser Lösung der Invertzucker nach Meißl bestimmt(Tab. IV am Schlüsse dieses Buches).
b) Eohrzucker. Weitere 20 ccm der geklärten Lösung 10:100werden mit Wasser auf 50 ccm verdünnt und mit 3 ccm HCl (1.19 spez.Gew.j wie bei 4. invertiert, neutralisiert, auf 250 ccm aufgefüllt undin je 25 ccm der nunmehrige EeduktioDSwert gegen Fehlingsche Lösungnach Meißl festgestellt.
Das hier erhaltene Mehr an Zucker, auf 100 g umgerechnetund mit 0.95 multipliziert, gibt die Menge (°/ 0 ) des anwesenden Rohr-zuckers.
6. Prüfung auf Stärkezucker, Stärkesirup, Dextrine etc. DerNachweis von Stärkezuckersirup bezw. Dextrinen ist dadurch sehr erschwert,daß einerseits auch rechtsdrehende Naturhonige vorkommen (siehe oben),andererseits im reinen Honig bisweilen ein Dextrin enthalten ist, welchesdie gleichen Eigenschaften besitzt, wie das des Stilrkezuckersirups.
Zum Nachweis von Stärkezuckersirup dienen folgende Methoden:
a) Die Gärmethode nach B. Sieben. 1
a) Man löst 25 g Honig in einem Meßkolben zu 250 ccm in 200 ccmWasser oder besser Raulinscher Nährsalzlösung 2 , verschließt den Kolbenmit einem Wattebausch und sterilisiert die Flüssigkeit durch l / A stündigesKochen. Nach dem Erkalten gibt man 5 ccm dünnflüssiger, gärkräftiger,am besten reingezüchteter Weinhefe (Saccharomyces ellipsoideus), nichtPreßhefe 3 zu, läßt bei 20 — 25° vergären, klärt nach beendeter Gärungdurch Zusatz von Tonerdebrei, füllt bei 15° auf 250 ccm auf undpolarisiert bei + 20° im 200 mm-Rohre.
Die Klärung kann auch mit Bleiessig und Natriumsulfat vorgenommen
werden. —
1 Ztschr. d. Ver. f. Rübenzuckerind. 1884, 837; J. König, Unters, landw.u. gewerbl. wichtiger Stoffe, S. 468. — 2 Raulinsche Nährsalzlösung: I n1500 ccm Wasser werden gelöst: 4.0 g Weinsäure, 4.0 g Ammonnitrat, 0.6 gAmmonphosphat, 0.25 g Ammonsulfat, 0.6O g Kaliumkarbonat, 0.07 g Kaliumsilil" 11 '0.40 g Magnesiumkarbonat, 0.07 g Eisensulfat, 0.07 g Zinksulfat. — 3 Preßhefedarf wegen der ihr anhaftenden, Dextrine verzuckernden Fermente nicht ver-wendet werden.