Druckschrift 
Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
Entstehung
Seite
313
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

1!.

omg.

313

E. Sieben konzentriert 200 ccm Filtrat auf 50 ccm und polarisiert dieseim 200 mm-Rohre.

Zeigt der Gärungsrückstand eine erheblichere Rechtsdrehung, so istdurch Alkoholfällung auf Dextrin zu prüfen.

ß) 25 ccm des klaren Filtrates (25 g in 250 ccm) werden mit 25 ccmWasser und 4 ccm HCl vom spez. Gew. 1.19 nach Art der Dextrin-verzuckerung 2 1 / 2 Std. im kochenden Wasserbade erhitzt, neutralisiert,auf 100 ccm aufgefüllt und in 25 ccm der Zuckergebalt als Trauben-zucker nach Allihn bestimmt. Der in diesen 100 ccm gefundene Zucker-gehalt mit 40 multipliziert, ergibt die auf den Gärrückstand von 100 gHonig entfallende Menge Traubenzucker, die bei echtem Bienenhonignach E. Sieben nur einige Milligramme betragen soll, nach K. Kayser 1Ws zu l°/ () betragen kann.

b) Verfahren von J. König und W. Karsch. 2

40 g Honig werden in einem Meßzylinder auf 40 ccm mit Wassera ufgefüllt. Von dieser Mischung werden 20 ccm in einem 1 j i Liter-Kolben unter langsamem Zuträufeln und fortgesetztem Umschwenkenm it absolutem Alkohol bis zur Marke aufgefüllt und unter öfterem Um-schütteln 2 3 Tage stehen gelassen. Von dem nun herzustellendenNitrate können 100 ccm nach Verjagung des Alkohols zur Zucker-bestimmungnachSachsse-Soxhlet verwendet werden; je weitere lOOccmdienen nach Verdampfung zur Trockne, Wiederaufnahme mit Wasser,Behandlung mit Bleiessig und Auffüllen auf ein bestimmtes Volumen(80 ccm = 1 : 10) zur Polarisation.

Hat die Lösung Linksdrehung angenommen, so liegt rechtsdreben-uer Naturhonig vor; dreht dieselbe nach rechts, so ist StärkezuckerVorhanden; sehr rohrzuckerreiche Honige können auch Rechtsdrehungbehalten.

c) Verfahren nach A. Klinger. 3

10 oder 20 g Honig werden in der gleichen Menge Wasser gelöst,mi t 40 bezw. 80 ccm 90proz. Alkohol versetzt und auf dem Wasserbade* u f ca. 70" erhitzt. Der noch heißen Flüssigkeit werden sodann 40bezw. 80 ccm absoluten Alkohols zugesetzt, wodurch ein flockiger, raschSlc h absetzender Niederschlag entsteht; dieser wird auf einem Filter ge-sammelt, mit Alkohol ausgewaschen, in Wasser gelöst und das Volumen^ er Lösung auf 50 ccm gebracht. Polarisieren der Lösung im 200 mm-Rohre.

Reine Honige geben auch bei Verwendung von 20 g Honig Nieder-schläge, deren wäßrige Lösungen optisch inaktiv sind.

, 10g eines mit 6 - 6 °/o Stärkesirup vermischten Honigs gaben einen Nieder-«'-,,£> der > »> 50 ccm Wasser gelöst, im 200 mm-Rohre eine Drehung von -t- 0.5

Wild

zeigte.

pu ' Ber. üb. d. 4. Vers. d. fr. Ver. bayr. Chem. 1885, 91. - 2 Ztschr. anal.V'hem. 1895. 34, 1; Vereinb. f. d. Deutsche Reich II, 119. - 3 Rep. anal. Chem.18 85. 6, 166.