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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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SSB

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Pflanzliche Nahrungsmittel.

Invertzucker......... 7080°/ 0

(nach Sieben 34.7 °/ 0 Dextrose und

39.2% Lävulose)

Rohrzucker......... bis zu 10 n / 0

Dextrine.......... bis zu 10°/ 0

Mineralstoffe......... 0.10.8 °/ 0

Nichtzucker......... 5.0 °/ 0 und mehr

darunter Ameisensäure..... 0.2 °/ 0

Stickstoffhaltige Bestandteile .... 0.8 °/ 0

Wasser im Durchschnitt.....20.0 °/ 0

Vergl. J. König, Chem. der menschl. Nähr.- u. Genuflm. 1895. I, 760;II, 784. Jules van den Berghe, Rev. intern, fals. 1898. 11, 5; Ztschr. f.Unters, d. Nähr.- u. Genußm. 1898. 1, 354. C. Hoitsema, Ztschr. anal. Chem.1899. 38, 439. W. L. Villaret, Pharm. Ztschr. f. Rußland 1898. 32,. 71;Hilgers Vierteljahrsschr. 1893. 8, 26.

Über die Zusammensetzung des Pollens und des Nektars, aus demdie Bienen den Honig bereiten, siehe: A. von Planta, Landvv. Versuchs.stat.1885. 31, 97; 1886. 32, 215; Ztschr. physiol. Chem. 1886. 10, 227.

Über die Zusammensetzung des Futtersaftes (Futterbreies), dervon den Arbeiterbienen in die Zellen der Larven der Königinnen, Drohnen undArbeiterinnen gelegt wird, siehe A. von Planta, Chem. Otrlbl. 1888, 673.

Verunreinigungen und Verfälschungen.

Die überseeischen Havanna-Honige (wilde Honige) sind meist sehrunrein, da bei ihrer Gewinnung der ganze Wabenbau eingestampft undaus dieser Masse der Honig ausgeschmolzen wird. Auch der in ganzenWaben in den Handel gebrachte Honig ist vielfach durch Körperteilevon Bienen verunreinigt.

Verfälscht wird Honig durch Zusatz von Wasser, Rohrzucker,Melasse, künstlichem Invertzucker, Zuckersirup, durch Füttern der Bienenmit Zuckerwasser in der Sommerzeit, durch Zusätze von Mehl oderMineralstofl'üu. Auch gefärbter Honig wurde im Handel beobachtet. 1

Untersuchung des Honigs.

Bei der Probeentnahme wie auch bei der Untersuchung istbesonders darauf zu achten, daß der Vorrat gut gemischt wird, weilder Honig bei längerem Stehen sich oft in einen oberen üüssigen (haupt-sächlich die Lävulose enthaltenden) und in einen unteren kristallinischen(vorzugsweise aus Dextrose bestehenden) Anteil scheidet.

Einzusenden sind etwa 200 g und zwar in mit Kork- oder Glas-stopfen verschlossenen, weitbalsigen Gläsern.

1. Spezifisches Gewicht. 1 T. Honig (30 g) wird in 2 T. Wasser(60 g) gelöst, die Lösung filtriert und das spezifische Gewicht derselbenbei 15° C. mittels des Pyknometers oder der Westphalschen Wagefestgestellt.

1 A. Bömer, Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u. Genußm. 1901. 4, 364.Heckmann, das. 543. H. Ley, das. 828.