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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Honig.

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dünnten (bis zu 14 g wasserfreie Dextrose in 100 ccm enthaltenden)Dextroselösungen beträgt die spezifische Drehung der Dextrose +53°,während dieselbe bei konzentrierteren Lösungen nicht unerheblich größerist. Da die kristallisierte Dextrose Birotation zeigt, so darf die Polari-sation erst nach 24 stündigem Stehen der Lösung in der Kälte odernach viertelstündigem Erwärmen auf 100° C. vorgenommen werden.

Verwendet man zur Polarisation Dextroselösungen, welche in 100 ccmbis zu 14 g wasserfreie Dextrose enthalten, so entspricht 1 ° Drehungim 200 mm-Rohr im Polarisationsapparate von

g Dextrose in100 ccm LösungMitscherlich, Wild und Laurent mit Kreisgradteilung 0.9434 gSoleil-Ventzke-Scheibler mit Zuckerskala .... 0.3268Schmidt und Haensch ,, .... 0.3268 ,,Soleil-Dubosq ,.....0.2051

11. Honig:.

Honig, Bienenhonig ist der aromatische zuckerreiche Saft, der vonden Bienen (Apis mellifica) aus verschiedenen Blüten gesammelt, imKörper derselben verarbeitet und in den Waben wieder abgelagert wird.

Je nach seiner Abstammung und Gewinnung besitzt er verschiedeneFarbe, verschiedenen Geschmack und Geruch (Linden-, Haide-, Koni-ferenhonig etc.). 1 Jungfernhonig nennt man den freiwillig aus denWaben ausgeflossenen, Schleuderhonig den mittels Zentrifugieren ge-wonnenen Honig. Sommerhonig ist meist dunkler als Frühjahrshonig. Beilängerem Stehen wird echter Honig fast stets körnig, doch auch un-echter Honig zeigte diese Eigenschaft.

Zusammensetzung des Honigs. Da der von den Bienen aus denBlüten gesammelte Zucker vorwiegend Rohrzucker ist, welcher im Körperder Bienen (dem Honigbeutel) zum größten Teile invertiert wird 2 , sobesteht der Honig im wesentlichen aus einer wäßrigen, konzentriertenInvertzuckerlösung, in der jedoch die Lävulose überwiegt. Außer Invert-zucker (Dextrose und Lävulose) enthält der Honig noch Rohrzucker undDextrine (Achroodextrin), ferner geringe Mengen gummiähnlicher Korper,stickstoffhaltige Verbindungen, Wachs, Farbstoffe, Riechstoffe, organischeSäuren (Ameisen-, Milch-, Äpfelsäure), Mineralstoffe (hauptsächlich 1 hos-Phate) und endlich pflanzliche Gewebselemente (Pollenkörner).

Die deutschen Vereinbarungen (II, 117) geben folgendes Bild vonder Zusammensetzung des Honigs:

bu

1 Vergl. Tony Kellen, Farbe u. Geschmack einiger Honigsorten. Luxem-2 Vergl. Haenle, Pharm. Ztg. 1899. 44, 742.

r |er Bienenztg. 1898; Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- u.°Uenußm. 1899. 2, 162.