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Pflanzliche Nahrungsmittel.
Traubenzucker bezw. die vergärbaren Substanzen besser nach Sieben 1oder darch Vergärung.
In letzterem Falle werden 100 g Zucker in 1 Liter Wasser gelöstund davon 300 ccm mit 10 g reiner, frischer Preßhefe oder besser Rein-hefe in einen ca. 500 ccm fassenden Kolben gegeben. Letzterer wirdmit einem doppelt durchbohrten Gummistopfen verschlossen, in desseneiner Öffnung sich ein rechtwinklig gebogenes, bis auf den Boden desKolbens gehendes Glasrohr befindet; die zweiteÖffnung dient zur Aufnahme eines Chlorcalcium-oder Schwefelsäurerohres (Waschfiaschen-Aufsatz vonKempf oder Schrötter, Fig. 13). Der beschickteApparat wird, nachdem das Knierohr auf üblicheWeise geschlossen ist, gewogen und nun etwa vierTage bei ca. 30° 0. hingestellt. Dann wird derKnierohrverschluss abgenommen und ein mit Kali-hydrat und Chlorcalcium gefülltes Rohr angehängt;das Chlorcalciumrohr des Kolbens oder obiger Kolben-aufsatz wird mit einem Aspirator verbunden undeinige Zeit trockne, kohlensäurefreie Luft (daherdie zweite Chlorcalciumröhre) durchgesaugt. DerApparat wird nun wieder geschlossen und gewogen.Der Gewichtsverlust auf Prozente berechnet und mit2.15 (1 C0 2 = 2.15 Traubenzucker) multipliziert= Traubenzucker.Gleichzeitig bestimmt man die event. Gewichtsabnahme eines ebensokonstruierten, aber statt mit Zuckerlösung und Hefe mit destilliertemWasser und dem gleichen Hefequantum gefüllten Apparates; der Gewichts-verlust wird bei dem anderen Versuch in Abzug gebracht.
Man kann auch den Alkoholgehalt der vergorenen Flüssigkeit er-mitteln und daraus den Traubenzuckergehalt der ursprünglichen Flüssig-keit berechnen. Gew. °/ 0 Alkohol X 2.06 = Traubenzucker.
Endlich kann man mit dem Saccharometer, dem Pyknometer odernach Art der Wasserbestimmung den Extraktgehalt der Lösung 1:10bestimmen, die vergorene Flüssigkeit filtrieren, 250 g Filtrat auf etwa1 j 3 eindampfen, wieder auf 250 ccm auffüllen und in dieser Flüssigkeitnochmals den Extrakt wie oben bestimmen. Die Differenz der Extrakt-gehalte vor und nach der Gärung gibt mit 10 multipliziert den Zucker-gehalt in Prozenten an.
Vergl. auch: M. Jodlbauer, Ztsclir. d. Ver. f. Rübenzuckerind. 38,
308; Ztschr. f. anal. Chem. 1889. 28, 625. — König, Die Unters, landw. u»<|
gewerbl. wichtiger Stoffe, 458. — M. Honig, Ztschr. f. Unters, d. Nähr.- nnäGenußm. 1902. 5, 641.
5. Bestimmung der Dextrose durch Polarisation. 2 Bei ver-
Fig. 13.
' Ztschr. d. Ver. f. Rübenzuckerindustrie d. Deutschen Reiches 1884, 837-— 2 Vereinl). f. d. Deutsche Reich II, 8.