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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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159
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Untersuchung der Milch; Nachweis von Verfälschungen.

der Trockensubstanz nicht über 1.4 °/ 0 ) behelfen. In letzterem Falle wirdman sich zumeist mit der Bemerkungminderwertig" begnügen müssen.

Über die sog.Grenzzahlen" siehe A. Hilger, Vereinbarungen, S. 100.

Als Anhaltspunkte für die Erkennung der oben angeführtenFälschungen dienen:

Durch Wässerung der Milch werden die Werte für s, t, f, r, seerniedrigt, die Werte für p und m bleiben unverändert.

Durch Entrahmen der Milch oder Vermischen von Vollmilch mitabgerahmter Milch steigen die Werte für s und m; die Werte für p,t und besonders f fallen, diejenigen für r und se bleiben unverändert.

Durch Entrahmen und Wässern nebeneinander werden die Werter f, t, r, p und se erniedrigt; der Wert für m steigt; der Wert für skann normal bleiben.

Der Grad der Fälschung, die Menge des zugesetzten Wassersoder des entzogenen Fettes, läßt sich bei vorliegender Stallprobe nachfolgenden von Fr. J. Herz 1 aufgestellten Formeln annähernd berechnen;

a) bei gewässerter Milch

lOOfo-r,)

jr,

1. w

2. W

100fr-r,)

b) bei stattgefundener Entrahmung

7 , = F 1 -F 2 +-

S (3 - F 2 )

100

c) bei gleichzeitiger Wässerung und Entrahmung

9»-P 1 -

100

MF,

100 F.,

M

*l-

MF, - 100 Fj

M

100

In diesen Formeln bedeutet:w = das in 100 T. gewässerter Milch enthaltene zugesetzte Wasser,** = das zu 100 T. reiner Milch zugesetzte Wasser,r P = das von 100 T. reiner Milch durch Entrahmen hinweggenommene

Fett,r i = fettfreie Trockensubstanz der Stallprobe,h ~ fettfreie Trockensubstanz der beanstandeten Probe,S = Fett der Stall-, F 2 = Fett der beanstandeten Probe,M = 100 w = die in 100 T. gewässerter Milch enthaltene Menge

ursprünglich ungewässerter Milch.? Für die Berechnung des Wasserzusatzes und des Entrahmungs-'' s dienen auch folgende Formeln:

1 Gliom. Ztg. 1893. 17, 836.