Untersuchung der Milch; Nachweis von Verfälschungen.
der Trockensubstanz nicht über 1.4 °/ 0 ) behelfen. In letzterem Falle wirdman sich zumeist mit der Bemerkung „minderwertig" begnügen müssen.
Über die sog. „Grenzzahlen" siehe A. Hilger, Vereinbarungen, S. 100.
Als Anhaltspunkte für die Erkennung der oben angeführtenFälschungen dienen:
Durch Wässerung der Milch werden die Werte für s, t, f, r, seerniedrigt, die Werte für p und m bleiben unverändert.
Durch Entrahmen der Milch oder Vermischen von Vollmilch mitabgerahmter Milch steigen die Werte für s und m; die Werte für p,t und besonders f fallen, diejenigen für r und se bleiben unverändert.
Durch Entrahmen und Wässern nebeneinander werden die Werte™r f, t, r, p und se erniedrigt; der Wert für m steigt; der Wert für skann normal bleiben.
Der Grad der Fälschung, die Menge des zugesetzten Wassersoder des entzogenen Fettes, läßt sich bei vorliegender Stallprobe nachfolgenden von Fr. J. Herz 1 aufgestellten Formeln annähernd berechnen;
a) bei gewässerter Milch
lOOfo-r,)
jr,
1. w
2. W
100fr-r,)
b) bei stattgefundener Entrahmung
7 , = F 1 -F 2 +-
S (3 - F 2 )
100
c) bei gleichzeitiger Wässerung und Entrahmung
9»-P 1 -
100
MF,
100 F.,
M
*l-
MF, - 100 Fj
M
100
In diesen Formeln bedeutet:w = das in 100 T. gewässerter Milch enthaltene zugesetzte Wasser,** = das zu 100 T. reiner Milch zugesetzte Wasser,r P = das von 100 T. reiner Milch durch Entrahmen hinweggenommene
Fett,r i = fettfreie Trockensubstanz der Stallprobe,h ~ fettfreie Trockensubstanz der beanstandeten Probe,S = Fett der Stall-, F 2 = Fett der beanstandeten Probe,M = 100 — w = die in 100 T. gewässerter Milch enthaltene Menge
ursprünglich ungewässerter Milch.? Für die Berechnung des Wasserzusatzes und des Entrahmungs-'' s dienen auch folgende Formeln:
1 Gliom. Ztg. 1893. 17, 836.