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Animalische Nahrungsmittel.
Die Zentrifugalmethoden mittels des Laktokrits, ferner nachN. Gerber, W. Thörner, Babcock sollen in gerichtichon Fällen oderbei Beanstandungen im allgemeinen nicht angewendet, oder dochdurch eine der sub 3 angeführten Methoden ergänzt werden (Vereinb.f. d. Deutsche Reich).
Verfälschung und Beurteilung der Milch.
Unter Milch als Marktware verstehen wir hier Kuhmilch mit un-verändertem Gehalt, wie solche von gesunden, gut gefütterten Kühendurch regelmäßiges, ununterbrochenes und vollständiges Aus-melken gewonnen wird.
Verfälscht wird dieselbe, wenn ihre Zusammensetzung in betrü-gerischer Absicht durch äußere Eingriffe verändert wird.
Solche Veränderungen sind:
1. Zusatz von "Wasser;
2. Abrahmung bezw. Mischen von Vollmilch mit abgerahmter Milch(Morgenmilch mit abgerahmter Abendmilch);
3. Abrahmung und Wässerung nebeneinander;
4. Zusatz von Konservierungsmitteln, Mehl, Zucker u. s. w.
Für die Feststellung der drei ersten Fälschungsarten sind auszu-führen die Bestimmungen (bezw. Berechnungen)
des spezifischen Gewichtes der Milch bei 15°C. (s),
der Trockensubstanz (t),
des Fettgehaltes (f),
des spezifischen Gewichtes der Trockensubstanz (m),
bezw. des Fettgehaltes der Trockensubstanz (p),
der fettfreien Trockensubstanz (r).
Eine wertvolle Ergänzung bildet die Bestimmung des spezifischenGewichtes des Serums (se), unter Umständen die Bestimmung der Mineral-bestandteile, des Milchzuckers und der qualitative Nachweis von Sal-petersäure. 2
Bei der Beurteilung verfälschter Milch in obigem Sinne muß,außer in ganz eklatanten Fällen, im Prinzip an dem Vergleich mit einerrechtzeitig und richtig entnommenen Stallprobe in erster Linie fest-gehalten werden.
Ist es nicht möglich, eine Stallprobe zu erhalten, so legt man diedurch ausgedehnte Untersuchungen und Beobachtungen für die betreffendeGegend ermittelten Durchschnittszahlen als Vergleichszahlen zu Grunde
Fehlen auch diese, so muß man sich mit den allgemeinen Grenzwerten (spezifisches Gewicht = 1.0280—1.0330, Fett mindestens 2.5 °/ ( ,Trockenrückstand mindestens 10.5 °/ 0 ; fettfreie Trockensubstanz mindestens 8°/ () ; Gehalt der Trockensubstanz an Fett nicht unter 20 °/ 0spezifisches Gewicht des Serums nicht unter 1.026 °/ 0 , spezifisches Gewicht
1 Abwesenheit von Salpetersäure beweist nicht die Reinheit der Milch.