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Ernährung.
einen gesteigerten Fettverbrauch zur Folge. Es beweisen dasdie Versuche von Voit und Herzog Carl Theodor in Bayern 1 ,welche an einem 71 kg schweren Manne in der Ruhe und im Hungerzustande ausgeführt wurden.
Außen-
Ausgeschied.
Ausgeschied.
temperatur
C0 2
N
im Harn
+ 4.4° C
210.7
4.2
6.5 „
206.0
4.1
9.0 „
192.0
4.2
14.5 „
155.1
3.8
16.3 „
158.0
4.0
23.7 „
164.8
3.4
24.2 „
166.5
3.3
26.7 „
160.0
4.0
Da bei dem möglichst ruhig dasitzenden Manne stärkere willkürlicheBewegungen als Ursache der vermehrten Kohlensäureausscheidung aus-zuschließen waren, da ferner auch der Einfluß einer veränderten Atem-mechanik (in der Kälte sind die Atemzüge tiefer und häufiger) zu geringist, um eine so beträchtlich gesteigerte Kohlensäureabgabe zu erklären,so muß man annehmen, daß die erhöhte Kohlensäureabscheidung dieFolge einer Reflexwirkung ist, welche von den sensiblen Hautnervenausgeht und von diesen auf weitere Organe des Körpers, besonders dieMuskeln, sich fortpflanzt; in den Muskeln findet dann durch Reflex einEinfluß auf die Zersetzung statt.
IX. Nahrung des Menschen.
Die allgemeinen Anforderungen, welche wir an die Kost desMenschen zu stellen haben, faßt v. Voit 2 in folgenden Sätzen zu-sammen :
1. Es muß jeder Nahrungsstoff in genügender Mengevorhanden sein.
Es genügt nicht, von dem einen oder dem anderen Nahrungsstoffeeine große Menge zu geben; denn bei reichlichster Zufuhr aller übrigenNährstoffe würde der Körper dennoch aus Mangel an nur einem einzigenStoffe z. B. Eiweiß oder Wasser gar bald Hungers sterben. Wieviel injedem einzelnen Falle gegeben werden muß, hängt von verschiedenenUmständen ab. Ein kräftiger Arbeiter gebraucht mehr als ein schwacher,wenig tätiger Körper.
2. Die einzelnen Nahrungsstoffe müssen in richtigemVerhältnis gegeben werden. Damit dem Körper die richtige Nah-
1 Ztschr. f. Biologie 1878. 14, 51. 57. — 2 v. Voit 1. c. 495.