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Kurzes Lehrbuch der Nahrungsmittel-Chemie : mit 21 Abb.
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Ernährung'.

rechten Herzkammer durch die Lungenarterie in die Lungen getrieben.In diesen wird das Blut durch den Zutritt der Luft erneuert, gibtKohlensäure ab, nimmt wieder Sauerstoff auf und kehrt neu belebt alsarterielles Blut zur linken Herzkammer zurück.

Die Lunge ist ein lufthaltiges, aus vielen kleinen Röhrchen undBläschen bestehendes Organ, in welches durch die Luftröhre abwechselndLuft aus- und einströmt. Die Luftröhre beginnt mit dem Kehlkopfe;der oberste Teil derselben ist äußerlich sichtbar (der sog. Adamsapfel).Im Innern des Kehlkopfes sind von vorne nach hinten, dicht neben-einander zwei elastische, plattenartige Bänder ausgespannt, die sog. Stimm-bänder, durch deren Schwingung beim verstärkten Aus- und Einatmendie Stimme erzeugt wird. An den Kehlkopf schließt sich die Luftröhre,die vor der Speiseröhre liegt und, aus übereinander liegenden geschlossenenKnorpelringen bestehend, an der Vorderseite des Halses hinabsteigt undsich dann in zwei, ebenso wie die Luftröhre gebaute Äste (Bronchien)teilt, welche, nach rechts und links auseinandergehend, in die rechte undlinke Lunge münden. Die rechte Lunge besteht aus drei, die linkeaus zwei oben zusammenhängenden Lappen. In jeden Lappen nun gehenÄste der Luftröhren, sich, wie die Zweige eines Baumes immer mehr,bis in die kleinsten Röhrchen verzweigend. Die mikroskopisch kleinenRöhrchen schließen mit je einem kleinen ausgebuchteten Bläschen (Alveole)ab, das aus einem zarten Häutchen besteht, durch welches die Luftleicht diffundiert. Außer den Luftröhrchen tritt in jede Lunge eineLungenarterie, sich ebenso wie jene in immer zartere Zweige teilend,die sich schließlich auf der inneren Fläche der Luftbläschen ausbreiten.Aus diesem zarten Netzwerk sammeln sich dann wieder Ästchen, die,immer größer werdend, schließlich als zwei große Äste die Lungenwieder verlassen, die sog. Lungenvenen, welche das regenerierte Blutwieder in "den linken Vorhof des Herzens führen. Es befinden sichsomit die zarten Blutkapillaren und die feinen Luftröhrchon in möglichstnaher Berührung, sodaß ein leichter Austausch der Gase ermöglicht ist.Weil die Kohlensäure des venösen Blutes unter einem größeren Druckesteht, als die in der Luft der Lungenröhrchen, so tritt sie leicht in dieLunge über, wogegen das seines Sauerstoffs beraubte Hämoglobin mitBegierde seinen Sauerstoffgehalt aus der Luft der Lungenröhrchenwieder ersetzt.

Diesen Vorgang nennt man den Atmungsprozeß. Die Zusammen-setzung der eingeatmeten und der ausgeatmeten Luft beträgt im Mittel:

Einatmungsluft

Ausatmungsluft

Stickstoff .

. . . 79.2

79.3

Sauerstoff .

, . . 20.8

. 15.4

Kohlensäure

, . . 0.03

4.3

Außer diesen Gasen enthält die ausgeatmete Luft noch beträchtlicheMengen Wasserdampf; bei ruhigem Atmen ist sie mit Wasserdampf ge-