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Bestimmung des Dampfgehaltes von Gasgemischen.
Sehr häufig kommt man in die Lage, ein Gemisch von Gasenund Dämpfen in der Art zu analysieren, daß man in irgend einerWeise das Gewicht des Dampfes ermittelt, aus welchem man dessenVolum berechnet. Wir wollen dies an Hand einiger Beispiele er-läutern. Die Volumeinheit eines Gasgemisches, bestehend aus v rGas und v (( Dampf, stelle unter dem Drucke P, dann wird derAnteil v ( den Druck v,P, der Anteil v f/ den Druck v M P des Ge-samtdruckes tragen. Es ist daher:
P = v,P + v„P.
Die Teildrucke v,P und V„P nennt man die i'artialdrucke.
Der Gesamtdruck ist also stets gleich der Summeder Partialdrucke. Ist nun der Partialdruck irgend eines derBestandteile bekannt, so findet man das Volum durch Division durcbden Gesamtdruck, ist z. B. v,,P = w, so ist:
v P
i'
w~P
Anwendungen;
1. Reduktion von feuchten Gasvolumen auf denTrockenzustand bei 0° und 760 mm Druck.
10s sei bei t" und P mm Druck ein mit Wasserdampf gesättigtesVolum V t beobachtet. Die Volumeinheit bestehe aus v, Volumtrockenem Gas und aus v (( Volum Wasserdampf. (Das Gas sei mitWasserdampf gesättigt.) Nun ist die Tension des Wassordampfes beit" = w, ein Wert, den wir der Regnaultsehen Tabelle (vgl. 8. 692)entnehmen. Dieser Wert w ist aber nichts anderes als der Partial-druck des Wasserdampfes; folglich ist P — w der Partialdruck destrockenen Bestandteiles und sein Volum v, ist nach obigem:
gemessen bei t" und I' mm Druck
P
und auf 0° und 70 mm reduziert:(P_w)P
P —
P. 760.(l+*t) " ~ 760(1-)- at)'
Ist das ursprüngliche Volum nicht— 1, sondern V t , so ist:
P —w
760(l-j-at)
.V t .