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2 (1911) Quantitative Analyse
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Beide Kochsalzlösungen stellt man in Laboratorien, in denenhäufig Silberbostimmungen vorgenommen werden, in größerer Mengedar und bewahrt sie in Standflaschen, ähnlich wie sie in Fig. 87,Seite 465, abgebildet sind, auf. Die Standflasche mit der Normal-lösung steht mit einer 100 ccw-Pipette, die der Zehntelkochsalzlösungmit einer Bürette in Verbindung.

Die Titerstellung der Kochsalzlösung. Man wägtgenau 0*5 <j Feinsilber l ) (= 1000 /i 000 ) ab, bringt dieses in eine200 ccw-Flasche mit gut eingeriebenem, spitz zulaufendem Glas-stöpsel und löst in 10 ccm chlorfreier Salpetersäure von spez. Gew.1*2. Die Auflösung wird befördert durch Erhitzen im Sandbade.Hat sich das Silber gelöst, so erhitzt man zum Sieden, um die ge-bildete salpetrige Säure zu zerstören. Die in der Flasche sich an-sammelnden braunen Dämpfe entfernt man durch Hineinblasen miteiner rechtwinklig gebogenen Glasröhre. Sobald sich keine braunenDämpfe mehr bilden (was die völlige Zerstörung der salpetrigenSäure anzeigt), entfernt man die Flasche von dem Sandbade undläßt erkalten. Jetzt setzt man genau 100 ccm der Normalkochsalz-lösung hinzu, setzt den Stöpsel auf und schüttelt kräftig, bis sich dasChlorsilber zusammenballt und die überstehende Flüssigkeit voll-kommen klar erscheint.

Da die Normalkochsalzlösung etwas zu schwach bereitet wurde,so ist die Ausfällung des Silbers nicht ganz vollständig und wird mitZelmtelkochsalzlösung beendigt. Zu diesem Zwecke läßt man aus dermit der Zehntelkochsalzlösuug gefüllten Bürette, längs der Wandungder Flasche, l /g ccm auf die Oberfläche der Flüssigkeit fließen, wobeieine deutliche Wolke von Chlorsilber entstehen muß. Man schütteltdie Flüssigkeit wieder, fügt, nachdem sie klar geworden ist, abermalsl / 2 ccm der Zehntelkochsalzlösuug hinzu und beobachtet, ob an der< 'berfläche wiederum eine Wolke von Chlorsilber entsteht. Entstehteine solche, so fügt man nach dem Schütteln und Klarwerden derFlüssigkeit abermals 1 / 2 ccm der Zehntellösung hinzu, bis schließlichkeine Fällung von Chlorsilber mehr entsteht. Das letzte 1 / g ccmwird nicht mitgerechnet.

Beispiel: 0-5 g (= 1000) Feinsilber erforderten zur Aus-fällung 100 ccm Normalkochsalzlösung-(- 1 ccm Zelmtelkochsalzlösung-d. h. 100 - 1 ccm Normalkochsalzlösung entspreche"1000 Silber;-) dies ist der Titer der Lösung.

*) Feinsilber kann von der Gold- und Silberscheideanstalt zu Frankfurta. M. in Blechform bezogen werden. Um genau 0'5 g Silber abzuwägen,schneidet man mittels einer Blechschere ein Stück von etwas über 0'5 g aund bringt es durch sorgfältiges Abfeilen dor Kanten genau auf 0'5 </

2 ) Um die Rechnungen möglichst zu vereinfachen, bezeichnet der Fro-blerer den Gewichtsstein von 06 g mit 1000, den von 0-25 g 500, den von0'1 g mit 200 etc.