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2 (1911) Quantitative Analyse
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genau hergestellt sind, so sollte sich doch jeder Ana-lytiker durch eigene Versuche von deren Richtigkeitüberzeugen; am besten ist es, die Maßkolben und Vollpipettenselbst zu eichen.

Normalvoluiu und Norinaltemperatur.

Als Normalvolum dient das Liter. Ein Liter ist das Volum,das ein Kilogramm Wasser bei seiner größten Dichte einnimmt.Will man dieses Volum in einem Gefäße abgrenzen, so hängt dieLage der Marke von der Temperatur ab, die das Gefäß hat. Manmuß deshalb für das Gefäß eine bestimmte, die sogenannte Normal-temperatur wählen. Als solche gilt jetzt fast allgemein 15° C.Demnach wäre Wasser von -J- 4° C in einem Gefäße von 15° ab-zuwägen und gleichzeitig, da das Kilogramm die Einheit der Maßeist, die Wägung im luftleeren Eaume auszuführen.

Diese experimentelle Unmöglichkeit kann man rechnerisch um-gehen, da man sowohl das Gewicht von 1 l Wasser bei anderenTemperaturen als -|- 4°, als auch die Ausdehnung des Glases kenntund sich der Auftrieb, den das Wasser und die Gewichte im luft-erfüllten Räume erfahren, leicht bestimmen läßt. Das Gewicht, dasman auf die Wageschale zu legen hat, um den Raum eines Litersabzugrenzen, hängt also von der Temperatur des Wassers und desGefäßes sowie von der jeweiligen Dichte der Luft ab. Die Luft-dichte ist variabel und müßte deshalb jedesmal aus ihren Elementen(Druck, Temperatur und Feuchtigkeit) ermittelt werden. Es genügtin den meisten Eällen für diese Größen mittlere, der örtlichkeit ent-sprechende Werte anzunehmen.

Über die Dichte des Wassers gibt folgende Tabelle Auskunft:

Dichte des Wassers bei verschiedenen Temperaturen. ')

Dichte

Dichte

Dichte

0°

1

2

3

4

5

6

7

0-9998679926996899921-0000000-99999299689929

9101112131415

0-99987698089727963295240-9994040-9992719126

16°

17

18

19

20

21

22

2: J »

0-9989698800

86218430822980170-9977957563

') Thiesen, Scheel u. Di esselhcrst, Wiss. Abh. d. Phys. Techn.Keichsanst. IV. 1904, S. 32.